Review

Geschichten aus dem Zwischenreich.
Nicht erst seit „Ring“ und „Sixth Sense“ immer wieder gern gesehen und bisweilen auch mit aufmunternden Variationen versehen, darauf wartet der Genrefan ja schließlich.
Doch hier ist der nichtssagende Titel Programm, denn bis auf die walisische Küstenlandschaft und Zombieschafen kann man hier wirklich nichts Neues entdecken.

Und was tut eine leidgeprüfte Mutter, wenn das Kind erstmal in den Brunnen, bzw. über die Klippe gesprungen ist? Klar, sie hüpft hinterher.
Die Frage um Schuld und Sühne ist soweit geklärt und doch lässt sie den Zuschauer am Ende mit weiteren Fragen in „The Dark“.
Denn besonders in der letzten Filmhälfte erhärtet sich der Eindruck, dass den Autoren ein eindeutiges Ende nicht genügt hat. Es ist ja auch recht trendy, mit verwirrend-offenen Finale aufzutrumpfen. Und so weiß man zuletzt gar nicht mehr genau, wer warum von den Toten zurückkehrt und warum die Schafe nicht immer sauer reagieren und wie ein Typ die Einwohner eines Dorfes dazu bringen kann, sich kollektiv ins Meer zu stürzen…

Nun gibt es aber auch Positives zu berichten, denn die Kulisse ist wirklich eine Augenweide und bewirkt eine gelungene und pessimistische Grundstimmung.
Die wenigen Darsteller liefern souveräne Leistungen ab und auch über die beiden Mädchen kann man nicht meckern.
Zwar sind einige Schockeffekte recht altbacken, wirken aber immer wieder, auch wenn sie im Verlauf oft wiederholt werden. (Wusste gar nicht, dass man Schafe auf diese Weise punktiert…)
Die Kamera arbeitet ordentlich und der Blick hinab auf die Klippen ist durchaus beeindruckend.

Handwerklich hat John Fawcett also fast alles richtig gemacht, atmosphärisch in Ordnung, mit dem Anteil an Spannungsmomenten kann man leben, nur die Logik…

Und von dem Hund „Elvis“ sieht man nach den ersten Filmminuten auch nichts mehr…-in der Abdeckerei mit den Schafen verschwunden…?
5 von 10 Punkten

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