The Dark (2/10)
Adele und ihre Tochter Sarah wollen ihren Mann überraschen, und besuchen ihn spontan. Da sie eine Nacht im Auto verbringen müssen, da sie mit dem Rad im Matsch feststeckt, bekommt sie erste Alpträume und Andeutungen: ein junges Mädchen stößt sie von der Klippe.
Auch im Hause ihres Mannes scheint es zu spuken: wir sehen Geistgestalten hinter der Tür, man hört Klopfen, und die Spannung steigt, und eines Tages an der Felsenküste verschwindet Sarah. Ist die ertrunken? Sie wird nicht gefunden.
Ohne Zweifel liefert The Dark bis zur ersten Hälfte des Films die Schockmomente ab, die man erwartet, und des öfteren darf zusammengezuckt werden. Doch im 2. Teil wird der Film zusehends peinlicher, und versaut den Rest vollends.
Denn die Geschichte basiert auf Walisischen Überlieferungen: Eines Tages sprangen alle Bewohner des Dorfes über die Klippen, wohl weil der örtliche Schäfer ihnen religiösen Mist eingetrichtert hatte. Auch Schafe springen ab und zu unverhofft über die Klippen, was ist des Rätsels Lösung?
Nun verkommt der Film zu einer Seifenoper der billigen Art. Ein schon lange totes Mädchen taucht auf, und sie weiss, wo Sarah ist: im Zwischenreich zwischen den Toten und den Lebenden. Aber wie kommt man dahin? Eines Tages springt Mutti deshalb mit dem kleinen Mädchen verzweifelt über die Klippe, rettet Sarah, ist aber von da an auch im Totenreich gefangen. Sie wird immer zwischen den Welten pendeln müssen.
Diese Lösung "Ein Lebenden für einen Toten" ist nur ein Ärgernis dieser arg konstruierten Story, die eigentlich nur noch peinlich ist. War wie gesagt die erste Hälfte noch leidlich spannend, wird die 2. eine Familientragödie, in der z.B. der Vater die Kleine bitte "Spring nicht, ich will Dein Vater sein", während die Mutter das Kind am liebsten über die Klippe bugsieren möchte.
Und die Frage, wieso die Mutter sterben muss, und wie Sarah am besagten Tag ins Wasser kam, ist auch egal: Logik ist hier weit zu suchen.
Einziges Plus, das aber auch nichts mehr wettmacht, ist die düstere Stimmung des ganzen Films, die auch prima während diesem anhält.
Fazit: Familientrgödie über eine verschwundene Tochter, ein herumgeisterndes, schon lange totes Mädchen und einen gemeinen Schäfer, der selber schlachtet.
Unlogisch und konstruiert.
Ich rate ab.