Alexander Benedict ist ein berühmter und engagierter Dirigent. Obwohl er verheiratet ist, hat er ein Verhältnis mit der Pianistin Jenifer Welles. Diese will aber nicht weiter nur seine heimliche Geliebte sein, sondern möchte, dass sich Alex zu ihr bekennt und sich von seiner Frau scheiden lässt. Ansonsten droht sie ihm, das Verhältnis in der Öffentlichkeit preiszugeben. Da jedoch Alex Schwiegermutter sein Leben finanziert, beschließt er, Jenifer umzubringen.
Mit Etude in schwarz beginnt die zweite Staffel der Columbo Reihe gleich mal mit einem neuen Darsteller, der uns über viele Jahre noch begleiten wird, nämlich den überschwenglichen Basset Hund. Wie sonst meist auch ist er für die heiteren Momente in den Mordfällen zuständig, was hier schon bei der Namensfindung losgeht. Die Namen Fido und Beethoven lehnt er mit seinem gewohnt enthusiastischen Gesichtsausdruck ab, so bleibts halt für immer beim einfachen Rufnamen Hund.
Den Mord der Woche begeht hier ein berühmter Dirigent der von seiner Geliebten erpreßt wird sich von seiner Ehefrau trennen. Dummerweise ist dieser finaziell abhängig von seiner Schwiegermutter, was für die begabte Pianistin zum tödlichen Bumerang wird. Aber wie gehabt, trotz vermeintlich wasserdichten, vorgetäuschtem Selbstmord und gut verbereiteten Alibis, verraten eine verlorene Knopfloch-Nelke, ein Kilometerstand und der hohe Lebenstil letzten Endes den Täter.
Der Humoranteil in dieser Episode ist dabei gering, aber ausreichend Schadendreude kommt auf wenn der Inspektor auf enervierendste Weise dem Mörder nachstellt. Insegsamt git es etwa sechs oder sieben Treffen (einmal will er sogar nur ein Autogramm) der beiden und man hat Spaß dabei den steigend genervten Gesichtsausdruck Cassavettes zuzusehen. Auch ganz lustig der Auftritt von Pat "Mr. Miyagi" Norita als chinesischer Diener im reinsten Hop Sing Modus.
Das Zusammenspiel der beiden Gegenparts (die allerdings in der realen Welt sogar gut befreundet sind) stimmt jedenfalls, da macht das vergleichweise leichte Aufklären locker wett. Kritik könnte man höchstens an der Beweislage üben, die letztlich dünn wie Löschpapier ist und die selbst ein mittelmäßiger Anwalt locker zerbröseln könnte. Trotzdem gelungener Auftakt der Season two.
7/10