Beth Chadwick erschießt ihren Bruder, weil dieser ihr Privatleben diktiert und ihren Freund dazu zwingen will, sie zu verlassen. Beth will den Mord so aussehen lassen, als ob sie dachte, er wäre ein Einbrecher, und versteckt deshalb seinen Schlüssel. Doch er hat einen Ersatzschlüssel vor der Haustür versteckt, deshalb läuft der Mord nicht so ganz nach Plan.
Schritte aus dem Schatten ist eine etwas schwächere Episode aus der ersten Staffel, aber das ist ja bekanntermaßen jammern auf hohem Niveau. Was mir hier nicht so gut gefallen hat, war einerseits das die Täterin sehr unsympathisch daherkommt und sich nach der Tat dermaßen doof aufführt, sich mal eben einen neuen Wagen und teure Klamotten kauft und sich auch in der Firma aufführt wie die Axt im Walde und alles zu ihren Gunsten umstülpt, genausogut könnte sie "Hallo ich bin so etwas von verdächtig" auf ihre Bluse sticken.
Zwar ist der Brudermord mit Vorsatz geplant und als versehentliches Erschießen eines Eindringlings getarnt, allerdings läuft doch einiges daneben, so kommt er aus der falschen Richjtung und ihr Verlobter in spe ist als Zeuge zufällig in der Nähe des Tatorts. Klar das da in der Hektik Fehler gemacht werden und so braucht Columbo mithilfe einer Abendzeitung, einer Glühbirne und feuchtem Gras nicht lange um den Mörder zu identifiezieren. Bei der Überführung stellt er sich zwar wieder sehr geschickt und beharrlich an, aber die Story stellt ihn auch nicht gerade vor unlösbare Aufgaben. Den Fall hätte auch der Bulle von Tölz recht einfach geknackt.
Die Darsteller leisten bekannt routinierte Arbeit ab, als Gaststar gibt sich Leslie Nielsen die Ehre (und es fällt mir seit nackte Kanone immer noch schwer ihn in ernsten Rollen anzuschauen). Lady in Waiting ist immer noch ein ziemlich guter Krimi, aber bei der Columbo Reihe muß man die Meßlatte wegen durchgehend guter Qualität etwas höher setzen.
6/10