Review

Kurzfilm

"Roger im Rausch der Raserei" ist der zweite von drei Kurzfilmen mit Figuren aus "Falsches Spiel mit Roger Rabbit". So wie schon in "Roger in Nöten", fokussiert sich der Siebenminüter auf Gags. Auch die Rahmenhandlung um das babysitten bleibt erhalten. Insofern ähneln sich beide Kurzfilme sehr. Jedoch ist das Setting ein anderes, es geht nämlich auf den Jahrmarkt.

Auf dem Jahrmarkt kann man einiges erleben. Buden zum Pfeile auf Ballons werfen und mit dem Gewehr auf Ziele schießen sind genauso vorhanden, wie die obligatorische Achterbahn. Diesen Umstand nutzt "Roger im Rausch der Raserei" für einige verrückte Ideen und setzt sie cartoonhaft um. Somit werden die Protagonisten zu Zielscheiben oder erheben sich in gefährliche Höhen. Und auf der Achterbahn tummeln sich Personen auf der Fahrbahn. Merkwürdig, aber zielgerichtet.

Zum Schluss wird auch bei diesem Kurzfilm die Brücke zur realen Kulisse gezogen. Ein witziger Nebeneffekt, der aber der Handlung nichts hinzufügt.

Die bunten Zeichnungen sind gelungen. Diesmal passiert auch etwas mehr in den Hintergründen. Die Schattierungen der Figuren, die in "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" für einen Tiefeneffekt sorgten, finden sich aber auch hier nicht wieder.

"Roger im Rausch der Raserei" ist so wie "Roger in Nöten" ein zielgerichteter, überdrehter Cartoon, der mit seiner einfallsreichen Situationskomik und Slapstick kurz unterhalten kann. Eine Figurenzeichnung gibt es nicht, ebensowenig einen erzählerischen Strang. So wie die Zeichnungen ist der Kurzfilm auf eine kunterbunte Achterbahnfahrt aus. Und das im wahrsten Sinne.

8 / 10

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