"Roger auf Abwegen" ist der letzte von drei Kurzfilmen mit ein paar Figuren aus "Falsches Spiel mit Roger Rabbit". Natürlich stehen auch in diesem Cartoon die überdrehten Gags im Vordergrund. Einmal mehr verändert sich aber der Schauplatz: Dieses mal ist es ein Nationalpark.
Ganz amerikanisch geht das Frauchen von Roger auf die Jagd während das Cartoonkarnickel auf Baby Herman aufpassen soll. Das dies nicht so gut gelingt ist bereits vorhersehbar. So durchkreuzen Bienen und weitere wilde Tiere die traute Zweisamkeit oder das klassische Lagerfeuer wird zu einem Disaster. Da verbrennt sich der Protagonist schonmal die Finger... oder mehr.
Auch der dritte Kurzfilm endet in realer Kulisse, wobei der Sprung in den Himmel und ins All nicht mehr ganz so real erscheinen mag.
Die Zeichnungen von "Roger auf Abwegen" sind die schönsten der drei Kurzfilme. Mit einer großflächigen Flora wird der Nationalpark detailreich bebildert. Wasser, Berge, Tiere sowie weitere Dinge erwecken die Kulisse zum Leben. Die Figuren sind liebevoll und flüssig animiert.
Obwohl "Roger auf Abwegen" das gleiche überdrehte Gefühl wie "Roger im Rausch der Raserei" und "Roger in Nöten" bietet, ist er dennoch nicht langweilig. Im Gegenteil. Das Setting wirkt frisch und bietet innovative Möglichkeiten für Slapstick und visuellen Humor. Völlig ohne sinnvolle Handlung und Figurenzeichnung fokussiert sich auch dieser Kurzfilm auf seinen gelungenen, brachialen Humor.
8 / 10