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Andrew, Jonny und Melissa begeben sich zu einem Wochenendtrip nach Mexiko um an einem Rave teilzunehmen. Was Melissa jedoch nicht ahnt ist, dass sich ihr Freund Andrew in größerer Geldnot befindet. Daher hat er ein Treffen mit einem Drogendealer arrangiert, um diesem eine größere Menge an Stoff abzunehmen und über die Grenze zu schmuggeln. Damit dies bei den strengen Kontrollen nicht auffällt, muss er die in Kondome eingewickelten Drogen, in kleineren Einzeldosen unterschlucken. Da er die Menge alleine nicht packt hilft ihm sein Kumpel Jonny, doch das hätte er mal besser lassen sollen wie sich im weiteren Verlauf des Films herausstellt.....

Die Zusammenfassung war erst noch um einiges länger, doch ich hatte das Gefühl, eventuell doch zu viel zu verraten.

Die große Frage ist jetzt: Was ist an dem Film anders als an den 100 anderen mit ähnlicher Thematik? Nun dies kann ich gleich selbst beantworten: Zum ersten Mal wurde dieses Thema absolut realistisch umgesetzt. In anderen Filmen mit dieser Handlung sind die Jungs die Drogen kaufen entweder supercool (jo man kein Problem für mich) oder stellen sich so dämlich an, das es ihnen eh kein Zuschauer wirklich abnimmt. Nicht so in Simple Lies (wieso eigentlich RX?). Die 3 jungen Darsteller verleihen dem Film eine enorme Glaubwürdigkeit und werden dabei von einem sehr guten Drehbuch unterstützt, das absolut realistische Dialoge beinhaltet.

Die Verhaltensweisen der Protagonisten sind absolut menschlich und auch nachvollziehbar. Genau so könnte so etwas wirklich ablaufen. Auch der Verkäufer ist zwar ein sehr exzentrischer Charakter, aber keinesfalls der ultracoole Drogendealer wie man ihn z.B. aus Seagal Filmen kennt. Zudem vermeidet der Film ein aufgesetztes Happy End und dusselige Actionszenen, und der Genremix aus Drama und Thriller ist absolut ausgewogen.

Auch wenn das Trio ja eigentlich ein Verbrechen begeht, hat man als Zuschauer Mitleid und wünscht sich, dass sie unbeschadet aus der Sache rauskommen, eben weil es keine unsymphatischen Idioten sind, wobei das insbesondere auf Andrew zutrifft, der ja Auslöser des ganzen ist.

Tom Hanks Sprössling ist ja mittlerweile schon relativ bekannt, bei Eric Balfour muss ich allerdings komplett passen, kann mich nicht erinnern den jemals schon mal irgendwo gesehen zu haben. Auch Regisseur Vromen ist mir noch nicht untergekommen, nur sein Vorname ist in Deutschland sicherlich vielen durchaus ein Begriff, was allerdings weniger mit seinen Regiekünsten zu tun hat: o)

Fazit: Wer diese Thematik mag sollte sich "Simple Lies" unbedingt mal ansehen. Auch wenn die Story wie bereits erwähnt grundsätzlich keinesfalls neu oder besonders originell ist, so kann man der überaus gelungenen Umsetzung doch Lob zollen.

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