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Ein Mädchen muss zwecks Aufnahme in eine Clique eine Mutprobe absolvieren und eine Nacht im Mausoleum verbringen. Als die Clique dem Mädchen einen Schrecken einjagen will, lässt ein "Toter" sehr zum Leidwesen des Anwesenden seine telekinetischen Kräfte spielen und die Toten tanzen.

Der Film braucht schon eine ganze Weile bis etwas horrormäßiges geschieht. Die erste Stunde wird damit verbracht, die Figuren vorzustellen und handeln zu lassen. So werden von der Tochter des Telekinese beherrschenden Toten nach und nach die Hintergründe für dessen Tod gelüftet und die Jugendlichen plagen sich mit Problemen wie Liebe, Eifersucht und Gruppenzwang herum bis es dann in das Mausoleum geht, wo alle zusammentreffen und mit dem Grauen konfrontiert werden. Diese erste Stunde zieht sich hin, denn einige Längen sind auszumachen, aber eben auch nicht so viele, dass man das Bedürfnis verspürt, auszuschalten. Zudem hat der Telekineseplot einen gewissen Reiz. In der letzten halben Stunde wird dann die Horrorkeule rausgeholt und es gibt die lang ersehnten lebenden Toten, wobei diese den Namen eigentlich nicht verdient haben, denn es handelt sich lediglich um per Gedankenkraft vorwärts geschobene Leichen, die ihre eklig gruselige Wirkung jedoch nicht verfehlen.
Eine ordentliche Gruselathmosphäre kann man dem Film in seinem Mausoleumteil nicht absprechen. Dieser Schauplatz mit seinen langen weißen Gängen voller Leichenkammern ("Das Böse" lässt grüßen) ist ein fein gewählter Handlungsort und die stimmige Musik lässt ein typisches 80er Horrorfeeling aufkommen. Zudem überzeugt die Kameraführung durch ein paar tolle Fahrten und niemals negativ auffallende Einstellungen.
Effekte gibt es ebenfalls nur im letzten Drittel und zwar in Form von Blitzaugen und Masken der Leichen in unterschiedlichen Verwesungsstadien und letztere kann man als gelungen bezeichnen. Wer allerdings auf zombiehafte Splattereien ala Fulci hofft, der sei vorgewarnt, denn im Film fließt kein einziger Tropfen Blut.
Die Darstellerleistungen sind durchweg in Ordnung und es gibt niemanden der positiv oder negativ heraussticht. Der bekannteste Schauspieler in diesem Werk dürfte wohl Adam West sein, der diesmal sein Batmankostüm zu Hause gelassen hat und nur eine relativ kleine Rolle inne hat.

Insgesamt bietet dieser typische Horrorfilmvertreter der 80er Jahre hauptsächlich im letzten Drittel eine dichte Gruselathmosphäre, die den geduldigen Fan für vorherige Längen entschädigt, sofern er nicht auf Splatter oder Innovatives besteht.

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