Review

An sich ist "Mausoleum der lebenden Toten" nicht schlecht gemacht, der Film hat aber ein ganz großes Problem und zwar Langeweile, Langeweile und nochmals Langeweile.

Die ersten Minuten ziehen sich wie Kaugummi. Außer das viel gruselige Musik zu hören ist passiert überhaupt nichts. Eigentlich geht es ja um ein junges Mädel namens Julie das als Mutprobe eine Nacht in einem Mausoleum übernachten soll, doch bis die gute Dame erstmal dort angekommen ist vergeht schon über eine halbe Stunde und somit mehr als ein Drittel des Films.

Man könnte ja meinen das sobald es sich Julie mit einer Decke im Mausoleum gemütlich gemacht hat der Film langsam anfängt spannend zu werden und das arme Mädchen von massig lebenden Toten überrannt wird, aber nichts da. Zunächst wird sie von ihren 2 fiesen Freundinnen aufgesucht die sich einen Riesenspass daraus machen sich als Untote zu verkleiden um die arme Julie zu erschrecken. So vergeht die nächste halbe Stunde des Films ohne das auch nur ein kleines Fünkchen Spannung aufgekommen ist.

Nach sage und schreibe einer Stunde gibt es erste Anzeichen dafür das in den nächsten Minuten ein lebendiger Toter im Mausoleum erscheint. Ein Loch in der Wand fängt ganz plötzlich an rot zu leuchten (ganz schön gruselig) und eine knappe Viertelstunde vor Schluss ist es dann endlich soweit, der Moment auf den wir alle gewartet haben: Der erste lebendige Tote öffnet seine Augen und erhebt sich aus seinem Sarg. Zum Glück erscheinen am Ende doch noch ein paar verottete Leichen und machen Jagd auf unsere 3 Mädels (ich hatte ja schon gar nicht mehr damit gerechnet), bis es aber soweit ist dauert es viel zu lange.

Wer kennt sie nicht, Jennifer Tilly? In diesem 80er Jahre Horror ist sie zwar nicht mit von der Partie, dafür aber ihre weniger bekannte Schwester Meg. Sie sieht ihrer Schwester sehr ähnlich und zu Beginn dachte ich wirklich das Julie von Jennifer Tilly gespielt wird. Aber nein, es ist ihre Schwester Meg und die macht ihre Sache gar nicht schlecht, ebenso wie die anderen Darsteller und die Inszenierung an sich ist wie gesagt auch in Ordnung. Deshalb ist der Film aber noch lange nicht gut. "Mausoleum der lebenden Toten" ist einfach öde. Der Titel "Mausoleum der gähnnenden Langeweile" hätte besser zum Film gepasst.

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