Marionettenmonster im Mausoleum
"One Dark Night" war hierzulande auch lange als "Mausoleum" bekannt und ist ein vergessener Grusler der 80er-Schule. Gemacht vom Regisseur, der schon Jason im sechsten Teil der Friday The 13th-Reihe wieder hat auferstehen lassen, dreht sich der Nicht-Ganz-Zombie-Schocker um eine junge Frau, die als Test um in eine kleine Schwesternschaft zu kommen, eine Nacht alleine in einem Mausoleum verbringen muss. Blöd nur, dass kurz zuvor ein telekinetisch begabter Psychopath eingeliefert wurde, der den Tod nicht gerade für ein Hindernis hält...
Wie eine Mischung aus "Phantasm" und "Children Shouldn't Play With Dead Things" mit einem Schuss Lagerfeuergeschichte kommt dieser ungefährliche Einsteigerhorror daher, der jede Wiederentdeckung verdient hat. Gehobenes TV-Niveau, wie eine langsam hochcreepende "Tales From The Crypt"-Episode. Atmosphärisch, einfach, effektiv. Ein Slowburner, der Vieles hat, was wir an Horror aus seinem Entstehungsjahrzent lieben. Eine unschuldige holde Maid in Gefahr, einen trashigen Bösewicht, Arcadehallen, Schulterpolster und schmelzende Gesichter. 80er-Herz in Neonfarben, was willst du mehr?
Fazit: 80s, Telekinesevampir, Teenager, Leichen, Videospiele, eine Nacht im Mausoleum - wie konnte diese dunkle Nacht verloren gehen? Wunderbare Retro-Unterhaltung. Simpel und sorgenfrei. Kein Gamechanger oder Must See, jedoch eine liebenswerte Perle, die man gerne abstaubt. Für jeden Halloweenmarathon brauchbar.