Julie möchte unbedingt in eine Verbindung von Studentinnen aufgenommen werden und erklärt sich deshalb dazu bereit sich im Mausoleum eines Friedhofs einschließen zu lassen . Doch sie ahnt nicht , dass der Frauenmörder Raymar , der am heutigen Tag dort beerdigt wurde , gar nicht so tot ist , wie allgemein üblich . Denn Raymar verfügte über gewisse Geisteskräfte , wie Telekinese , und hatte sich mit der Lebensenergie seiner Opfer " aufgeladen " bevor er starb . Während Carol und Kitty von der Studentinnenverbindung damit beschäftigt sind Julie in dem unheimlichen Gemäuer zu erschrecken und Julies Freund auf der Suche nach ihr ist , bahnt sich bereits das Unheil an ...
Ein Initiationsritual einer Studentenverbindung , das schief geht ?
Hat man schon tausendfach gesehen .
Von daher hat man auch die Sätze " Ein Initiationsritual einer Studentenverbindung , das schief geht ? Hat man schon tausendfach gesehen . " schon tausendfach gelesen .
Doch trotz schon tausendfach gesehener Prämisse , entpuppt sich Tom McLoughlins eher unbekannteres Werk , als recht atmosphärischer Film , der zudem durch die Kulisse Erinnerungen an den schon weit bekannteren Klassiker " Phantasm - Das Böse " weckt .
Gerade die Idee , die hinter dem Grauen steckt , ist schon als recht ungewöhnlich zu bezeichnen und schafft es gleich am Anfang für Interesse zu sorgen . Denn wenn an einem Polizeitatort Gegenstände halb mit der Wand verschmolzen und Leichen in einem Wandschrank gestapelt sind und die Hand des toten Mörders noch einen letzten Funken von sich gibt , mit dessen Energie ein Loch in die Zimmerdecke geschlagen wird , dann kann man nicht behaupten DAS schon tausendfach gesehen zu haben und man fragt sich sogleich , was da denn eigentlich vorgefallen ist .
Während nun Raymars Tochter herauszufinden versucht , was hinter den Kräften ihres Vaters steckte , darf es sich die süße Meg Tilly als Julie in dem gespenstischen Gemäuer gemütlich machen , was für beklemmende Momente sorgt .
Leider begeht Regisseur McLoughlin allerdings den - wohl budgetbedingten - Fehler zu lange mit dem wahren Terror zu warten . Denn bis Raymar endlich aus dem Reich der Toten zurückkehrt , dauert es fast eine Stunde , während der man Carol und Kitty beim Erschrecken von Julie , sowie Julies Freund bei der Suche nach ihr und Raymars Tochter dabei zusieht , wie sie die Geheimnisse ihres Vaters erfährt . Das ist nun auch nicht uninteressant , lenkt aber von der bedrohlichen Situation innerhalb des Grabmals zu sehr ab .
Und auch diejenigen , die nach den Lebenden greifen , könnten den Zuschauer enttäuschen . Statt um echte Zombies handelt es sich nämlich hier " nur " um Leichen , die von Raymar wie Schachfiguren durch die Luft geschoben werden ( klar , er konnte ja auch nur Telekinese und keine Erweckung von Toten ) um seine Opfer in die Enge zu treiben und zu erdrücken .
Fazit : Kleiner , aber atmosphärischer 80er Jahre Horror Beitrag mit einem ungewöhnlichen Bösewicht , bei dem die Post leider viel zu spät und dann auch etwas zu wenig abgeht . Hätte man die ( echt erschreckend aussehenden ) Leichen sich auch mal bewegen lassen , wäre dabei ein weitaus interessanterer Film herausgekommen . So ist " Dark Night " kein 1980er Jahre " Must see " , aber ein " Can see " geworden , bei dem man sich aber auch nur die letzten 25 Minuten ansehen kann , denn die haben schon eine alptraumhafte Qualität ...