Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 04.05.2014

Der Carradine-Stallone-Trashklassiker verdient sich seine Sporen ab der ersten Szene, in der man die grottenschlechten Matte Paintings hinter dem menschenvollen Stadion zu sehen bekommt - erst recht, als ein übelst getrickster Zug hindurch fährt. Und die Kette der bescheuerten Szenen mag nicht abreißen. Gerade die aller Ehren werten, jedoch von Unvermögen bestimmten Versuche, Gesellschaftskritisches in die Handlung einzubauen, resultieren in Trashmomente erster Klasse, egal ob wir dabei von den Alten reden, die von Krankenhauspersonal auf die Straße geschoben werden oder von Frankensteins eigenwilliger Motivation, das Rennen zu gewinnen. Die Designs der Autos sind bekloppte Persönlichkeitsverlängerungen der grobschlächtig und primitiv gezeichneten, jedoch auch absolut partypotenten Fahrer, deren Navigatoren oft Arsch-und-Tittenwunder sind, die ihre Fahrpausen auch gerne mal nackt verbringen (oder umgekehrt). Einen besonderen Preis haben dabei die Designs der Helme verdient, aber auch die immer wieder sehr komischen Zivilisten-Score-Szenen, die manchmal auch Überraschendes zutage bringen (Mechaniker) und die eher banal getricksten Rennszenen über die gesamte Filmdauer so niemals langweilig erscheinen lassen.

Deutlich unterhaltsamer als das Remake und dessen Sequels, die sich eine Spur zu ernst nehmen, nach Sichtung des Originals aber dennoch ihre Existenzberechtigung verdienen, weil sie ja doch recht deutlich um Änderungen bemüht sind.

*weitere Informationen: siehe Profil

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