Die Reise der Pinguine,
Oscarprämiert als bester Dokumentarfilm.
Die Kaiserpinguine sind ein Völkchen, sehr Menschlich wie es scheint. Mit 1,30 m höhe trampeln Sie ganz wie Charlie Chapplin oder rutschen auf Ihren Bäuchen durch die Antarktis. Bis zu 50 Kilogramm wiegt ein solches Tier. Erkennbar sind die Kaisers an Ihren schwarzen Köpfen mit oranger Einfärbung am Kopf und Hals. Der Bauch ist Weiß und der Rücken schwarz. Eigentlich waren die Pinguine mal Vögel und haben deshalb noch kleine Ruder an den beiden Seiten die sie eindrucksvoll im Wasser benutzen.
Gleich in der ersten Szene sieht man die Tiere wie wilde Torpedos durchs Wasser flitzen. Einer nach dem anderen, fliegt für einen kurzen Moment. Und ist das Löchlein in der dicken Eiswand der Antarktis gefunden springen sie aus dem Wasser, rutschen auf dem Bauch und trampeln zu ihrer Oase der Liebe. Der Film begleitet die kleinen Charlies ein Jahr lang auf dem Weg zur Paarung, bis die Kinder großgezogen sind und selbständig werden müssen.
Es ist schon erstaunlich, dass diese Vieher bei einer Temperatur von - 40 Grad eine unglaubliche Überlebensstrategie entwickelt haben. So rottet sich die Gruppe zu einem großen Haufen zusammen. Der Effekt ist, das die Temperatur im Kern schon einmal bis zu 20 Grad Celsius warm sein kann!
Der Regisseur hat sich entschieden, den menschenähnlchen Tieren Stimmen zu geben, zwar wohl dossiert aber in bestimmten Situationen durchaus angebracht. Dies ist ein bischen nervig, aber auch nicht so wirklich wichtig. Es gibt den Tieren die notwendige Aufmerksamkeit und den nötigen respekt. Man merkt doch, dass der Film mit sehr viel liebe gedreht wurde.
Sehr schön sind die bewegenden Nahaufnahmen, bei denen man das Gefühl hat direkt daneben zu sein.
Einfach fantastisch ist die faszinierende Natur um die Antarktis, da kann ein Fernseher leider nur viel zu klein sein!
Tapsig, unförmig quetschen sich zwei Pinguine in ein kleines Loch der Eisschicht um dann blitzschnell im Wasser nach Nahrung zu jagen. Diese Aufnahmen sind wirklich spannend und sorgen für die nötige Action.
Ein Dokumentarfilm auf wunderbare Art und Weise fürs Kino aufbereitet. Der zumal etwas kindische Stil mit den Stimmen stört nur bedingt. 82 Min. ist eine lange Zeit die sich aber leicht aushalten lässt, auch wenn natürlich nicht all zu viel passiert. Die wunderbaren Naturaufnahmen und die Unterwasserbilder entschädigen den etwas trägen Ablauf.
Fazit:
Eine wunderbare Studie dieser Gattung, nicht nur für Naturfreunde!