Review

Ein Kreislauf von Könnern


Sie stehen dort zusammen, wie eins in der Kälte, 
diese Spezies gibt vielen Jammerlappen jeden Tag eine Schelte. 

Ein Semi-Doku über das Leben, Lieben und Leiden der kaiserlichen Riesen, 
wenn man diese peitschenden Eiswinde nur sieht, möchte man schon anfangen zu niesen. 

Knuddelig, speckig, selbstlos und schön, 
sie fangen erst da richtig an, wo andere Lebewesen aufgeben und stöhn'. 

Dieses Ritual, Wärmen und Zusammenspiel beeindruckt mich immer wieder zutiefst, 
das zu sehen, majestätisch und detailliert, ist nochmal was ganz anderes, wie wenn man davon nur liest. 

Ein Film für Schulen, Zoos und Allgemeinbildung bestimmt,
Jeunet damit damals sogar spielend den Thron des Naturkönigs erklimmt. 

Das Kommen und Gehen von Vater und Mutter, 
hierbei geht es um weit mehr als nur Nachwuchs und Futter. 

Wie man sich an einem so lebensfeindlichen Ort derart hartnäckig ein Heim machen kann, 
zieht mich einfach immer wieder in seinen Bann. 

Jetzt bin ich gespannt, was Teil zwei da noch beitragen kann, 
jedoch erwärmt dieses glitschige Treiben sicher sogar das Herz des härtesten Mann. 

Nur die Musikwahl ist doch arg seltsam geraten, 
und es ist fraglich, ob um die etwas dick aufgetragene „Synchro“ wirklich viele baten. 

Dennoch ist das ein Naturschauspiel von epischer Kraft, 
unfassbar, wie diese oft jungen Eltern stehen im Saft.  

Fazit: süß, beeindruckend, lyrisch, stark - Jeunet setzt mit diesem Naturfilm den Kaiserpinguinen und deren Kraft, Strategie und Schönheit ein ewiges Denkmal. Für manche eine Schlaftablette oder maximal für „Netflix&Chill'n“ nützlich. Für Tierfans ein Klassiker und Wegweiser. 

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