Mit Deepwater erreicht uns ein neuer Film aus der amerikanischen Mystery-Thriller Welle. Ein eher ruhigerer Vertreter des Genres der aber durchaus seine Reize besitzt.
Zur Story:
der junge Nat Banyon träumt davon in Wyoming eine Straußenfarm zu gründen um dort das Fleisch des 21. Jahrhunderts zu züchten.
Wyoming wird er aber nie erreichen, da er auf der Fahrt dorthin zu einem Unfall stößt bei er dem mysteriösen Herman Finch das Leben rettet. Aus Geldnot und Finches geschickte Manipulation landet er in dessem Motel und verdingt sich dort als Arbeiter. Von dort ab startet der Mystery part des Filmes. Personen und Tiere beginnen sichmerkwürdig zu verhalten, Morde geschehen und Nat merkt immer mehr das mit Finch und seinem Motel die Dinge alles andere als zum Rechten stehen.
Mystery Filme leben hauptsächlich von Ihrer Stimmung und der Leistung der Schauspieler. Die mimischen Leistungen stimmen jedenfalls. Mit dem routinierten Peter Coyote kann man sowieso nichts falsch machen und auch der, mir vorher unbekannte, Lucas Black als Nat bringt eine überzeugende Leistung. In Nebenrollen tummeln sich auch bekannte Namen wie, der von mir eigentlich immer gerngesehene, Michael Ironside (Starship Troopers, Total Recall) der hier aber leider völlig verschenkt wurde und auch irgenwie lustlos wirkt (wollte wohl hauptsächlich den Gagenscheck einstreichen), in einem 3 Minuten Kurzauftritt ist auch der ehemalige Twisted Sister Sänger Dee Snider zu sehen (für alle Jüngeren: eine Glam Rock Band aus den 80ern).
Die Location des heruntergekommenen Motels ist gut gewählt und unterstreichen die Atmosphäre. Auch Kamera und Cut sind professionell und am Ende des Films gibt es wie immer noch einen netten Story-Twist.
Insgesamt ein durchaus gelungener Film, kein Partykracher zwar, aber wer gerne in Ruhe einen Mystery Thriller sehen möchte, der kann hier getrost zugreifen.
Von mir 6 von 10 Punkten