In einem mit einer Vampirlegende behafteten Schloss treibt unerkannt ein Mörder sein tödliches Spiel, dem die Anwesenden nach und nach zum Opfer fallen, was von der Hauskatze beäugt wird, die jedoch nicht aussagen kann und so Nachforschung und Kombinationsgabe zur Falllösung erforderlich sind.
Antonio Margheriti drehte einige gute Gialli und auch mit "Sieben Tote in den Augen der Katze" drehte er unter dem Pseudonym Anthony M. Dawson eine Werk dieser Filmgattung, welches ebenfalls sehenswert ist.
Die Geschichte ist zwar nicht gerade innovativ, denn Verwandte und Personal, die sich in einem unheimlichen Schloss treffen, wo sie von einer Mordserie Heim gesucht werden, gibt es zu Hauf, doch die Umsetzung und das ganze Drumherum können bei Margheritis Version vollauf überzeugen.
Das Schloss mit seinen riesigen Gärten, dem nahegelegenen Friedhof inklusive Gruft, die dunklen Räume mit den verschachtelten Gängen und die unterirdischen Höhlen bietet einen perfekten Handlungsort für das Geschehen und diese Örtlichkeiten wurden durch die gelungene Beleuchtungsarbeit, die tolle Kameraführung, passende Ausstattung und Kostüme und die stimmige Musik von Riz "Nackt und Zerfleischt" Ortolani bestens in Szene gesetzt, so dass es hinsichtlich der Optik des Films nichts zu bemängeln gibt.
Die Haupthandlung wurde durch einige Elemente erweitert wie den Orang Utan, der von einem Mann im Gorillakostüm dargestellt wird, was ich nicht weiter tragisch finde, der jedoch wenig zur eigentlichen Handlung beiträgt und nur für die Erzeugung von Bedrohung gebraucht wird, was sich aber immer als harmlos herausstellt, der Vampirlegende um derer der Familienmitglieder oder der Idee mit der Katze, die bei jedem Mord zugegen ist, was mal mehr mal weniger passen mag.
Die Anwesenden auf dem Anwesen stellen sich zum Großteil als Charaktere mit allerlei Geheimnissen (falsche Identitäten, geheime Liebeleien und Vergangenheitslügen) heraus, was das Mörderraten für den Zuschauer angenehm erschwert, wobei im Endeffekt Täter und Motiv nicht über das Edgar Wallace Maß hinausgehen. Sehr schön ist hierbei, dass in gewohnter Giallo-Manier falsche Spuren gestreut werden, was sich in so herrlichen Szenen zeigt, in denen bei der Entdeckung eines Mordes geheimnisvoll Personen um die Ecke kommen und verdächtig gucken.
Die Morde werden in diesem Film nicht so kunstvoll zelebriert wie man es beispielsweise von den großen Werken eines Dario Argento kennt und auch hinsichtlich der expliziten Darstellung des Sterbens hält man sich zurück, was aber keineswegs negativ aufstößt, denn dafür stimmt die Spannungskurve von der sich langsam aufbauenden Bedrohung bis zum Tötungsakt.
Insgesamt ist "Sieben Tote in den Augen der Katze" von der Story nicht einer der überragendsten Gialli, hinsichtlich der Umsetzung kann Antonio Margheritis Beitrag jedoch durchweg überzeugen, so dass unterm Strich ein sehenswerter Film entstanden ist.