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Ein schön schrulliger alter Grusel-Krimi aus dem Hause Rialto bietet sich hier dem Zuschauer, bei dem die Mitglieder einer angeblich schottischen Familie (prust!) von einem geheimnisvollen Killer dahingerafft werden, wie der Titel sagt (was stimmt) stets in Gegenwart der aparten Flauschmuschi, die nicht mal schwarz sein muss, um Unglück zu bringen.

Das klingt nach Edgar Wallace, wird ihm aber dankbarerweise nicht angehängt, obwohl auch hier Absicht und Umsetzung sich gegenseitig matt setzen.
Zum Vorspann wird gleich mal eine Leiche in den Keller geworfen und dort dürfen die drei Hausratten sich an ihm gütlich tun. Und wie es zu einem Streifen gehört, kommt kurz danach die jüngste Spross der Family aus dem Kloster geritten, auch noch in Gestalt von Jane Birkin, die uns ja mit Serge Gainsbourg einen "Je t'aime" vorgestöhnt hat, den kein Orgasmus der Welt toppen kann. Ihr Sangespartner ist zwar Musiker, hier aber trotzdem mit an Bord und zwar bezaubernd fehlbesetzt als Polizeiinspektor. Bis der mal auf den Plan tritt, ist der halbe Cast aber schon kalt.

Die Versatzstücke, die uns von nun an präsentiert werden, lassen jeden Trashfan aufjodeln: altes schottisches Schloss, diverse Geheimgänge, der junge Erbe verrückt erklärt, die Lady unwillig zu verkaufen, der Arzt bumst die Französischlehrerin mit dem Schlafzimmerblick und irgendwo im Haus rennt ein Typ im Gorillakostüm rum, von dem jeder behauptet, es sei ein Orang-Utan. Wem jetzt noch nicht die Hose weggeflogen ist, der bekommt auch noch ein paar Geistliche, etwas Blut, jede Menge Leichen, die nötigen nackten Möpse und ein fieses Komplott präsentiert, leider nur alles todernst und unglaublich langsam runtergespielt,

Deswegen kommt der Film auch nie recht in die Pötte und bleibt in seinen gesammelten Requisiten, die nie so recht passen wollen, spinnenbewebt stecken. Das zeitweilige Gesabbel rund um einen Vampirfluch und wiederauferstandene Leichen soll wohl den Horrorbonus sichern, worauf aber kein Siebenjähriger mehr reinfällt.
Den Täter verrate ich mal nicht, der hat sich eine geniale Tarnung zugelegt und massakriert sich langsam aber sicher durch die edle Family, weil er nämlich gepflegte Titelansprüche hat. Serge kommt zum Glück von selbst drauf, da sind die 90 Minuten aber schon mühsam um den Bösen erfasst der Fangschuss.
Da sollte der Butler aber schon das Licht gelöscht haben. Gute Nacht! (3/10)

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