Review

Skinner

Da hab' ich mir doch gestern glatt dieses "Machwerk" auf DVD angesehen, und bin sowas von herbe enttäuscht, wie schon lange nicht mehr. Das groß auf dem Cover angekündigte:
"lebend gehäutet" ist wohl mehr ein Werbegag, als eine treffende Inhaltsangabe.

Womit wir denn bei eben jener (Inhaltsangabe) wären:
Die junge Filmstudentin Maggie (Jill Schoelen) wird des Nachts von schrecklichen Alpträumen geplagt, in der ein widerlicher Psychopath sein Opfer hinrichtet. Ihre Mutter (Dee Wallace-Stone) spielt das alles etwas herunter, scheint aber mehr zu wissen als sie zugeben mag.
Zusammen mit einigen anderen jungen Filmstudenten, ihrem Lehrer, und ihrem Freund Mark soll ein Horror-Filmfest in einem alten, verlassenen Kino veranstaltet werden, um Geld in die leere Schulkasse zu bekommen. Dabei sollen dann so klassische B-Movies aus den 60ern aufgeführt werden, um die Zuschauer so richtig schön in Grusel-Stimmung zu bringen. Dazu werden natürlich reichlich Spezialeffekte benötigt, die den Zuschauern dann so richtig Angst machen sollen.

Aber in den ganzen Equipment-Kisten findet sich auch eine alte Filmrolle die haargenau das zeigt, was Maggie auch in ihren Alpträumen gesehen hat. Irgendwie scheint dieser Streifen mit Maggie in Zusammenhang zu stehen, wie sie selbst sehr bald herausfindet, als das Filmfest losgeht, und die ersten Opfer zu beklagen sind.
Denn in dem alten Kino geht ein Mörder um, der sein gräßliches Gesicht unter der Haut anderer verbirgt...


Nun ja;
klingt ja erstmal ganz passabel, aber was dieser Film zu bieten hat ist:

nichts.

Zumindest nichts wirklich handfestes, was einen Horror-Fan auch nur annährend begeistern könnte.
Die Story ist irgendwie "plump", die Schauspieler wirken eher als widerstrebe ihnen ihre Aufgabe, und die Dialoge klingen wie abgelesen.
Die Schlußsequenz ist so einfallslos wie nur irgendwas, von atmosphäre keine Spur, und die wenigen Morde hat man auch schonmal besser gesehen.

Aber der Härtefall ist der auf der DVD enthaltene Kinotrailer.
Also ehrlich:
da wird dieser Streifen doch tatsächlich in einem Atemzug (!) mit solch grandiosen Meisterwerken wie: "Halloween", "Friday 13th", und "Nightmare on Elm Street" genannt.
Eine Beleidigung !

Weil "Skinner" nicht annährend an diese großartigen Klassiker herankommt, und nichtmal halbwegs deren Klasse, bzw. deren Niveau erreicht. Der Film wirkt (nein, IST) billig in jeder Hinsicht. Die FX dürften wohl kaum jemanden vom Hocker reißen, ebensowenig wie die recht lieblos inszenierte Story. Schockeffekte gibt es kaum, und Spannung ist bei diesem Film auch eher ein Fremdwort, was u.a. wohl auch an der eher "heiteren" (und eigentlich gar nicht so schlechten, aber für einen Horrorfilm unpassenden) Reagge-Mucke liegt.
Auch wenn das DVD-Cover recht eindrucksvoll aussieht, wird man von diesem Streifen auf's schlimmste enttäuscht. Der Film wirkt wie ein drittklassiges C-Movie aus einer der hintersten Videotheken-Ecken.
Es ist zwar in gewisser Weise ein "Horrorfilm", aber hey:
es kommen gerade mal 4-5 Leute um, und das noch nichtmal sonderlich effektvoll. Blut gibt es kaum (OK; gab's bei "Halloween" auch nicht, aber da is' die Story auch erheblich besser), und die wenigen Morde übertreffen nichtmal "Derrick"...

-Wer also an dieser Stelle so deftige "Häutungs-Szenen" a la "Hellraiser" erwartet, sollte sich auch besser "Hellraiser" nochmal ansehen, als auch nur eine Minute mit "Skinner" zu verschwenden !
D.h. vergleichen ließe sich dieses Teil hier eher mit solchen Dingern wie:
"Sleepaway Camp" (wobei selbst da noch die Auflösung um Längen besser ist), "Pledge Class", Cohen's: "American Monster", oder auch Barker's: "Underworld".

Fazit:
Empfehlen kann ich diese DVD (auch noch 4:3) mit Sicherheit nicht. Der Film erzählt zwar eine halbwegs "zusammenhängende" Story, aber so das pralle is' das definitiv nicht.
Bei mir kommt die DVD jedenfalls in das unterste Regalfach, da wo auch die anderen (o.g.) Gurken stehen.

Details
Ähnliche Filme