Ein paar Filmstudenten benötigen Geld und veranstalten daher in einem alten Saal ein Horrorfilmfest der besonderen Art. Dieses Szenario ist wie geschaffen für den Possessor, der seine in der Vergangenheit unvollendete Bluttat nun zu Ende bringen möchte.
Mit der Wahl des Kinosaales als Schauplatz für eine Slasherstory hat man ein gutes Händchen bewiesen, denn hier bieten sich abseits der üblichen Messerstecherein abwechslungsreiche Tötungsmethoden. So lässt der Killer parallel zu den im Saal aufgeführten Filmen seine Opfer über die Klinge springen. Bei "Mosquito" nutzt er als Stechwaffe passender Weise ein Riesenmückenattrappe, bei "The Attack of the amazing electrified man" nutzt er höhe Voltzahlen und bei "The Stench" stinkt seine Tat zum Himmel.
Wer hierbei allerdings Blutfontänen ala Jason und Co. erwartet, wird enttäuscht, denn entgegen des unpassenden deutschen Titels "Skinner...lebend gehäutet" muss hier niemand aus der Haut fahren, denn der Schlächter macht nach seiner Tat lediglich einen Gesichtsabdruck vom Opfer, um mit der entstandenen Maske in die Rolle des Getöteten zu schlüpfen.
Und auch bei den Morden fließt wenig roter Lebenssaft, denn anstatt auf blutrünstige Effekte setzt dieser Streifen auf Humor, der oftmals gut sitzt. Humoristisches Highlight sind sicherlich die in dem Kino gezeigten bereits oben genannten Filmchen, die bei Verwirklichung das Herz eines jeden Trashfans höherschlagen lassen würden. Hinzu kommt, dass die Studenten sich zu jeden der drei Filme ein besonderes Gimmick ausgedacht haben, wie die übergroße Mücke, Elektroshocks per Knopfdruck oder durch die Reihen gepumpten Gestank.
Spaßig ist aber auch die Handlung an sich, wenn der Possessor am Ende seinen großen Auftritt hat, seine Motive und Pläne überzogen zum Besten gibt und hierbei mehr für Klamauk als für Furcht beim Zuschauer sorgt.
Was gibts noch zu berichten? Die Schauspieler bleiben nach Filmansicht weder positiv noch negativ in Erinnerung, ebenso wie die musikalische Untermalung mit Ausnahme der Jamaikacombo (angeblich wurde dieses Werk ja in Jamaika abgedreht), die im Kino einen Auftritt abliefert, der hierhin ebenso passt, wie der der deutsche Filmtitel, nämlich garnicht. Sehr obskur und seh- und hörenswert.
Insgesamt sorgt dieser Slasher durch nette Ideen und Scherzchen für Laune, kann die Erwartungen, die sein reißerischer deutscher Titel erweckt, aber nicht erfüllen.