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Filmstudentin Maggie wird jede Nacht von seltsamen Alpträumen heimgesucht, in denen ein offensichtlich verrückter Mann versucht ein junges Mädchen zu opfern. Doch sie hat keine Zeit sich große Gedanken um diese Visionen zu machen, da sie und ihre Kommilitonen ein wichtiges Projekt vorbereiten: Sie wollen in einem lokalen Kino eine Horrorfilmnacht veranstalten, bei der lauter B-Movies aus den 50er Jahren gezeigt werden sollen. Im lokalen Kino finden sie auch noch eine Filmrolle, auf der sich "Der Possessor" befindet, ein typischer Experimentalfilm. Dieser Film hat jedoch eine grausame Vergangenheit. Sein Regisseur, der verrückte Lanyard Gates, ermordete bei der Premiere seine Familie, steckte das Kino in Brand und tötete auf diese Weise viele Menschen.

Schon irgendwie lustig das weder der deutsche noch der Originaltitel irgendeinen Sinn ergeben. Skinner lebend gehäutet klingt jetzt zwar brutal, aber das ist simple Käufertäuschung, denn gehäutet wird hier keiner, sondern unser Phantom der Cinemaoper Killer benutzt lediglich Latex-Masken, um die betreffende Person zu imitieren, ähnlich wie bei Cobra übernehmen sie und viel härter als dort fällt diese Horrorkomödie dann auch nicht aus.
Vielmehr verfolgen wir eine lange Kinonacht mit eingebauten Gimmicks wie Riesenmoskitos zum Film Moskito, Stinkbomben zu Stench oder elektrische Schläge aus dem Sitz zu the electric petrified Man. Das Publikum geht voll mit ebenso wie unser Hobbymörder der seine kreativen Mordmetoden auch immer dem Thema des jeweils laufenden Streifen angleicht. Die Idee ist jetzt nicht ganz neu, wird aber hier doch recht amüsant umgesetzt.
Die Macher nahmen die ganze Chose dann auch nicht allzu ernst. Dachten sich die urbane Legende des wahnsinnigen Regisseurs, der einst allerlei Leute vor Publikum umbrachte und der nun ein Comeback von den Toten gibt, in Heldin Maggie seine Tochter sieht und so ziemlich die komplette Belegschaft meuchelt und sich dafür vom Publikum, die das als amüsanten Teil der Show sehen, feiern läßt.
Für mich ist das Ganze ein nettes Horror Light Produkt mit durchaus amüsanten Momenten. Vor allem die Latex Maskentricks sehen wirklich gelungen aus für einen Film dieser Preisklasse. Vor allem der finale Auftritt des großspurigen Mad Directors vor Kulisse ist eine gute Show und lustigerweise sind es nicht die üblichen verdächtigen Protagonisten, die ihn in die Filmhölle schicken, sondern ein altbekanntes Requisit. So ergibt sich zwar sicher kein Klassiker, aber doch ein netter Snack für zwischendurch.
6/10

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