Wer Charles Nizet und seine Filme kennt, wird wissen, was ihn erwartet.
Nizet läßt in seinem letzten Film noch einmal seiner Vorliebe für Sprengstoffexplosionen und schönen Frauen freien Lauf.
Ernst darf man dieses Filmchen trotz seiner politischen Brisanz allerdings nicht nehmen. Vielmehr überwiegt an vielen Stellen der eindeutige Trash-Charakter dieses Streifens. Z.B. wenn die blonde (!) Anführerin der arabischen Terroristen sich in Ilsa-Manier der in einer Höhle an die Wand geketteten Geiseln annimmt.
Mit von der Partie ist auch Pierre Agostino, bekannt als "Bestie der Wollust" aus dem gleichnamigen Nizet-Film, der hier in einer Nebenrolle einen Waffen- und Sprengstoffexperten mit Vietnam-Erfahrung spielt. In den Credits taucht sein Name allerdings nicht auf.
Die Kampfhandlungen im "Nahen Osten" wurden, wie bei Nizet üblich, in der Wüste von Nevada gedreht.
Nach getaner Arbeit durften sich die hübschen wohlgeformten Kampfamazonen zum Schluß sogar noch nackt ein Schaumbad gönnen. - Wenn das nichts ist?
Wer wenig Wert auf Logik und Realismus legt, mag diesem anspruchslosen Film durchaus einen Unterhaltungswert zusprechen, auch wenn angesichts der realen politischen Lage im Nahen Osten vielleicht ein bitterer Nachgeschmack bleibt.
Der Film entstand im Jahre 1989, wirkt aber wie eine Produktion aus den späten Sechzigern.