Ein paar Teeniemädchen feiern eine Party, da die Eltern von Trish gerade weggefahren sind. Die Neue an der Schule, Valerie, bleibt lieber zu Hause bei ihrer kleinen Schwester, als sie die abfälligen Gespräche über sich mitbekommt. Damit hat sie zunächst eine gute Wahl getroffen, denn der ausgebrochene Serienkiller Russ Thorn treibt sein Unwesen in der Gegend ... "Slumber Party Massacre" gibt gar nicht erst vor, eine großartige Story erzählen zu wollen. Die Qualitäten liegen zweifelsfrei in der Umsetzung, die außer ein paar kleinen Längen im Mittelteil für amüsante Unterhaltung sorgt. Regisseurin Amy Holden Jones schert sich nicht besonders um die Slasherkonventionen, bei ihr sind die Männer genau so empfänglich für Schrecksekunden wie die kreischenden Frauen. Besonders jede Menge Schockfakes haben es ihr angetan, noch lange vor "Scream" etwa spielt dieser 80er Slasher auch mit dem Zuschauer. Highlight ist ein Mord, der parallel mit einem etwa identischen Mord im Fernsehen geschnitten ist. Kaum ernst, dafür mit Genrezitaten (z.B. aus "Halloween") und einigem schwarzem Humor kommt dieser Beitrag daher, der ursprünglich als reine Parodie konzipiert war. Die Schauspieler sind allesamt keine großen Leuchten, womit sie sich als Opfer empfehlen, und dem Killer fehlt jedes sichtliche Motiv. Mal abgesehen von seinen stets aufgerissenen Augen, die wohl einen irren Blick markieren sollen, wirkt der ganz normal, außer seiner Bohrmaschine mit dem überlangen Bohrer für ordnungsgemässe Mauer- und Körperdurchbrüche. Keine Maske, keine schlimme Kindheit, nix außer dem Ausbruch des gefährlichen Serienkillers gibt es als Info. Dafür macht er seinen Job ganz ordentlich, der Bodycount stimmt, auch wenn nicht alles grafisch ausgebreitet wird. Erst in der zweiten Hälfte wird auch der Gorehound an einigen Szenen Gefallen finden, wenn neben dem Bohrer z.B. eine Machete hervorgezaubert wird, blutig und vor allem humorvoll wird es zum Finale. Anfangs hingegen hängt der Streifen, trotz zweier Morde im Off, einige Passagen lang etwas durch, es sei denn der Betrachter schaut gespannt auf die sich häufig an- und ausziehenden weiblichen Darsteller. Die Party, die diese dann in Pyjamas schmeissen, ist selten öde, da sitzen halt drei junge Damen im Kreis und lesen sich ihr Horoskop vor. Doch zum Glück geht das nicht allzu lange und sowohl der Driller Killer als auch die Protagonisten untereinander sorgen für genügend Spannung für den Slasherfan.
Fazit: Parodistischer 80er Slasher, der unverständlicherweise bislang nie in Deutschland erschien. 6/10 Punkten