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The Protector ist ein etwas anderer Jackie Chan Film und doch macht er weitestgehend sehr viel Spass.

Als der Partner des New Yorker Cops Billy Wong (Jackie Chan) bei einem Überfall ums Leben kommt, tötet Wong den Mörder. Daraufhin wird er strafversetzt und muss nun mit dem Kollegen Danny Garoni (Danny Aiello), Dienst beim Personenschutz schieben.
Bei einer Party des einflußreichen Industriellen Shapiro wird dann dessen Tochter, vor den Augen der beiden Polizisten entführt. Die finden heraus, dass der Hongkonger Syndikatsboss Mr. Ko dahintersteckt und verfolgen ihn bis nach Hongkong um die entführte Tochter zurückzuholen und den Gangsterboss dingfest zu machen.

Warum ist "The Protector" ein etwas anderer Jackie Chan Film? Ganz einfach weil er komplett ohne die typischen Jackie Chan Slapstickeinlagen auskommt. Der Streifen hat zwar lustige Momente zu bieten, die beschließen sich aber auf die One-liner, die das Buddyduo von sich gibt.
Die Story an sich bietet keine überraschenden Wendungen und ist eigentlich immer ziemlich vorhersehbar. Aber welcher Actionstreifen aus den 80ern hat schon eine überragende Geschichte zu erzählen? Da sind doch alles was wirklich zählt, die Actioneinlagen. Und damit kann der Film viele Punkte gutmachen, aber dazu später mehr.
Was mir persönlich auch noch ganz gut gefallen hat, sind die schönen Aufnahmen Hongkongs. Da wurde anscheinend von Seiten der Regie viel Wert gelegt. Es kommt auf jeden Fall einiges an Atmosphäre auf.

So nun zu den Actionsequenzen: Die sind an sich super inszeniert. Allerdings merkt man doch, dass es ein amerikanischer Streifen ist. Man merkts vor allem an den Martial Arts, die Jackie Chan hier vollführt. Die sind, wie eigentlich immer, spitze gemacht, nur eben nicht ganz so spektakulär wie in seinen anderen chinesischen Filmen. Dazusagen muss man aber, dass hier Martial Arts nicht im Vordergrund steht. Es gibt massig Shootouts, Stunts, Explosionen, Motorrad- und Motorbootverfolgungsjagden und Helikoptereinsätze zu begutachten. Das widerrum ist aber alles perfekt choreographiert, inszeniert und sorgt für einiges an Abwechslung. Vor allem durch besagte Shootouts steigt auch der Härtegrad ziemlich an. Deswegen ist die Freigabe ab Achtzehn Jahren durchaus gerechtfertigt, da man einige Einschusslöcher zu Gesicht bekommt.

Darstellerisch wird hier eher schlecht agiert, dass ist aber normal in diesem Genre (80er Action). Trotzdem spielen Jackie Chan (Police Story 1+2+3, Rumble in the Bronx) und Danny Aiello (Leon der Profi, Es war einmal in Amerika) glaubhaft und man nimmt ihnen die Buddyrollen ab. Die beiden sind ein colles Duo und ich hätte mich durchaus über einen zweiten Teil mit den beiden gefreut.
Den Rest des Cast kann man getrost in der Pfeife rauchen, ist aber auch nicht weiter störend.

Alles in allem kann ich "The Protector" jedem empfehlen der auf 80er Jahre Action und auf Buddymovies steht. Und auf diejenigen die Jackie Chan mal in einer etwas anderen Rolle sehen wollen. Mir persönlich hat er gut gefallen, deswegen vergebe ich 7,5 von 10 möglichen Punkten.

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