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Frage: Was ist ein Chupacabra? Antwort: Ein garstiger Dämon, den sich die Einwohner auf den karibischen Inseln ausgedacht haben, der zur Legende wurde. Dr. Pena ist da ganz anderer Meinung. Er ist fest davon überzeugt, dass dieses Wesen existiert. Und er behält Recht, denn es gelingt ihm das Tier zu fangen. Auf einer großen Jacht bringt er das nette Kerlchen eingesperrt in einem Käfig im Laderaum unter, da dies die unauffälligste Methode ist, das Vieh in seine Heimat zu schaffen. Doch einer der beiden von ihm bezahlten Arbeiter kann seine Neugier nicht zügeln, öffnet die Holzkiste und bezahlt das natürlich mit seinem Leben. Nun ist das Tierchen frei und findet bei Hunderten von Passagieren eine nahezu ideale Auswahl vor, wen es denn jetzt anfallen und eliminieren will. An Bord befindet sich auch ein Detektiv, der eigentlich nur eingeflogen wurde, um eine rätselhafte Serie von Diebstählen zu untersuchen. Doch jetzt sieht er sich einer wesentlich schwierigeren Aufgabe gegenüber. Mit Hilfe von Soldaten und dem Kapitän versucht er den fröhlich mordenden Chupacabra zu eliminieren, doch da dieser durch seinen Panzer gegen Kugeln geschützt ist, wird dies eine äußerst komplizierte Sache.

Wieder einmal ein Monsterfilm, bei dem irgendein geheimnisvolles Vieh durch die Gegend rast, um Leuten die Kehle durchzubeißen, ist wirklich nicht sehr innovativ. Die Jagd des Doktors auf das Tier ist jedoch spannend in Szene gesetzt, und auch die erste halbe Stunde auf dem Schiff ist gar nicht mal schlecht geworden. Etwa fünfzig Minuten schafft man es durchaus, den Zuschauer passabel zu unterhalten - danach stürzt dieses Werk erschreckend ab, denn von da an verliert Regisseur John Shepphird vollkommen die Übersicht.

Ein Klischee jagt das nächste, und spätestens als die Tochter des Kapitäns sich das Tier mit Karatetritten vom Leibe hält (!!!), beginnt es dann vollkommen lächerlich zu werden. Dazu wird dann die gaaaaaanz dicke Klischeekiste ausgepackt. Die Charakterzeichnung der Darsteller ist unglaublich bescheuert. Die reiche, alte Kuh, die glaubt, dass sich ein fünfzig Jahre jüngerer Kerl für sie interessiert, der wiederum unglaublich schwul aussieht und später dann auch auffällig unprofessionell stirbt. Auch die Soldaten verhalten sich vollkommen irrational und erschreckend dämlich.

Das man mit Tierhorror ein durchaus spannendes Werk schaffen kann, hat man uns in „Das Relikt" ja bewiesen - „Chupacubra: Dark Seas" ist davon im Endeffekt meilenweit entfernt. Da nützt auch die schauspielerisch ansprechende Leistung von John Rhys-Davis als Kapitän nichts - im Gegenteil, man fragt sich was so ein guter Akteur inmitten so eines Mülls zu suchen hat.

Sah es anfangs wenigstens nach einer Bewertung im Bereich von 6 Punkten aus, kommen am Ende gerade noch 4 heraus, da der Film minütlich abbaut und immer dümmlicher wird. Muss man echt nicht gesehen haben.

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