Kryptozoologe Doktor Pena im Glück: Im Regenwald Lateinamerikas ging ihm der furchterregende Chupacabra ins Netz. Jetzt muss das blutrünstige, reißzahnbewehrte und obendrein kugelfeste Biest bloß noch nach Amerika verschifft werden, und was würde sich für diesen Zweck wohl besser eignen als Kreuzfahrtpassagierschiff voll ahnungsloser Touristen. Es kommt, wie es kommen muss: Chupacabra bricht aus, wütet an Bord, und nötigt die Überlebenden unter Führung von Captain Randolph zu allerhand Improvisationen.
Unser heutiges Monster vom Dienst ist also der Chupakabra (auf deutsch Ziegensauger), das sich auf eine Gruppe Menschlein in einem Kreuzfahrtschiff in klassischer Alien Manier stürzen darf. Was zunächst mal wieder auffällt ist das doch eher schmalbrüstige Budget des Films, nicht einmal Archivaufnahmen des Schiffes konnte man sich leisten, so daß Kollege Computer mal wieder nachhelfen mußte und das CGI Ergebnis dabei ist eher qualitativ bescheiden. Gedreht wurde dementsprechend natürlich auch im Studio, was man dem dauernen rugerenne in den meist gleichen Gängen deutöich anmerkt. Immerhin hat man dem Monster einen eigenen Gummianzug spendiert, so daß das Monster zumindest angemessen bedrohlich rüberkommt. Die Story wird dabei ohne allzu große Höhepunkte durchgezogen, basierend natürlich auf der oberblöden Idee unseres Kryptozoologen der für eine gute Idee hält, ein blutrünstiges Urvieh in einer Minimum Security Box, ohne eine Bewachung auf einem Kreuzfahrtschiff zu transportieren, ok sonst hätten wir keinen Film, aber der Einfall ist schon ziemlich deppert. Während die muntere Monsterhatz dabei noch ganz gut zu unterhalten weiß, sollte man den Drehbuchschreiberling für seine erdachten Charaktere im Meer ersäufen. So einen Haufen von Klischee Typen sieht man selten auf einen Haufen, die obernervige Kapitänstochter die im Showdown das Monster mit Kung Fu Tritten zurücktreibt, obwohl es sonst locker MG-Salven aushält, die enervierende Nase-Hoch Oma mit dem Mooshammer Hunde Syndrom, der durchgeknallte Wissenschaftler, die ebenso tapferen wie dummen Soldaten, alles Typen wie es sie nur in Filmen gibt und bei denen man dem guten Chupakabra eigentlich nur viel Glück und guten Appetit wünschen möchte. Wenigstens bleibt uns die angedeutete Love Story erspart. Die Darsteller gehen dabei immerhin noch als Durchschnitt durch, dort reiht sich auch John Rhys Davies ein mit einer nicht gerade übermotivierten Performance ein. Immerhin fließt für einen FSK 16 Streifen auch der eine oder andere Eimer Blut, ohne dabei allzu hart zu werden.
Bleibt am Schluß ein recht unterhaltsamer Film den man anschauen kann ohne die Hände über den Kopf schlagen zu müssen, aber auch einer bei dem man nicht Gott danken müßte das es ihn gibt. Klassischer Durchschnittsfilm.
5/10