Review

Nach " Hellraiser " und " Cabal " ist " Lord of Illusions " die dritte Regiearbeit von Horrorautor Clive Barker. Während jedoch die beiden Vorgänger aus Romanen stammten, so lag hier nur eine Kurzgeschichte vor, welche Barker nun im Spielfilformat auf die Leinwand brachte. Komischerweise blieb der Film in Deutschland bis heute, komplett von der Schere, oder einer Indizierung verschont.
Story:
Der New Yorker Privatdetektiv Harry D´Amour ( Scott Bakula ) bekommt einen Auftrag in Los Angeles angeboten, welchen er auch dankend annimmt. Dort will angeblich Jemand dem Illusionist Swann ( Kevin O´Connor ) nach dem Leben trachten. Anscheinend soll es sich dabei um den bereits toten Magier Nixx handeln ( Daniel van Bargen ). Was am Anfang unglaublich klingt wird bald Realität, denn Nixx Lakai Butterfield, plant tatsächlich die Auferstehung. Mit Hilfe von Swanns Frau ( Famke Janssen ) will Harry der Sache auf den Grund gehen.

Man merkt gleich, dass Barker hier teils stark improvisieren musste, um den Film auf Länge zu kriegen, daher sind auch einige Dialoge vorhanden, welche man hätte weglassen können. Und auch im Mittelteil geht dem Film etwas die Puste aus, doch ansonsten hat Barker wieder mal tolle Arbeit geleistet.
Trotz der Länge von knapp zwei Stunden, bleibt der Zuschauer größtenteils vor Längen verschont und sonst ist die Rasanz des Films sehr hoch angesiedelt. Allein schon der spannende und zugleich actionreiche Auftakt hat es in sich. Überhaupt geht es ziemlich actionreich zu, was von Goreszenen bis zu Prügeleien reicht. Sogar die fantastischen Elemente sind angebracht und passen gut zum Geschehen. Die Idee mit der Sekte, welche zum Schluss zu Grunde gerichtet wird, ist nett erdacht und sorgt für einige Schocks. Das Make up, die blutigen Details und auch die fantastischen Szenen, sind sehr überzeugend dargestellt und sehen zudem noch gut aus. Natürlich kommt Barker wieder nicht um eine Liebesgeschichte herum, welche unnötig ist, dem Film etwas den Drive nimmt, aber nicht direkt stört.
Barker gab dem Film als Zugabe einen unheimlichen und sehr düsteren Touch, welcher sich vor allem am Anfang und im finale bemerkbar macht.
Scott Bakula leistet wirklich gute Arbeit und überzeugt als zunächst ungläubiger Privatdetektiv und der gegenpart ist mit Daniel van Bargen top besetzt. Dieser verkörpert den Magier Nixx richtig fies. Famke Janssen ist auch ordentlich, weiss aber hier eher noch ihren Körper zu präsentieren.

Fazit:
Sehr düsterer und alptraumhafter Horrorfilm, mit einigen Schocks, sehr spannend umgesetzt. Nur den Mittelteil hätte man etwas kürzen können. Blutige Szenen, Hetzjagden und Keilereien sorgen für viel Action und die Kulisse ist sehr intensiv. Die Besetzung ist durchweg sehr glaubwürdig und gut gewählt.
Hier lernt sogar noch der Horrorkenner das Fürchten.

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