Fans von Autor und Regisseur Edgar Wright kennen natürlich SPACED, seine anspielungsreiche TV-Comedyserie mit Simon Pegg und Nick Frost, die viele als Grundstein für spätere Parodien/Hommagen sehen. Doch bereits vier Jahre zuvor drehte Wright mit Schulfreunden diese Westernparodie als sein „Feature Length“ (naja, 78 Minuten) Debut.
Natürlich lässt sich der grandios betitelte A FISTFUL OF FINGERS nicht mit SPACED und schon gar nicht mit späteren Werken wie SEAN OF THE DEAD oder HOT FUZZ vergleichen – es ist ein Amateurfilm ohne echtes Budget und das sieht man. Doch Wright macht das mit filmischem Know-how, wirklich lustigen Sightgags und gut aufgelegten Darstellern mehr als wett.
Die Inszenierung ist für ein solches Erstlingswerk beachtlich, die besseren Gags machen Vorbilder wie Monty Python (die Steckenpferde) und Zucker/Abrams/Zucker (die Schießereien) deutlich, ein professioneller Soundtrack und sehenswerte Animationen tragen ebenfalls dazu bei, dass der Film trotz aller Schwächen in einer deutlich höheren Liga spielt.