"Die Olsenbande sieht rot" ist eindeutig einer der besten Teile des (Miss)Erfolgstrios.
Sie handelt von einer angeblich wertvollen Vase, die Egon, Bennie und Gjield im Auftrag eines reichen Barons klauen, damit dieser einen Versicherungsbetrug durchziehen kann. Allerdings werden sie betrogen und Egon landet wieder mal im Knast. Ab dann will er sich eigentlich nur noch am Baron rächen und dabei gleich noch eine Menge Kohle absahnen.
Wie schon oben erwähnt, dieser Teil ist eine echte Perle. Selten waren die Beziehungen der Charaktere so ausgereift. Ein lustiger Dialog jagt den nächsten, als Sahnestück wäre da das "Vermittlungsgespräch" von Bennie zwischen den verstrittenen Egon und Gjield zu nennen. Auch dessen Verhältnis zu Yvonne sorgt für einige Lacher. Das beste und am meisten in Erinnerung bleibende ist aber die Szene in der Oper, die wirklich Hollywoodqualität besitzt. Da versuchen die drei mit Hilfe von Börge, aus dem Opernhaus einen Geldkoffer zu stehlen, und das bei einer laufenden Sinfonie. Um an den Koffer zu kommen, müssen sie durch verschiedene Wände des Bauwerkes durch, und so passen sie ihr Hämmern, Bohren, Sprengen etc. immer genau auf die Musik ab, während das Orchester durch die zusätliche "Unterstützung" so gut wie noch nie spielt. Die Szene ist sehr einfallreich und so lustig, dass es mich wundert, dass sie bisher noch nie kopiert wurde.
Insgesamt also ein wirklich empfehlenswerter Film, den man, ob Fan der Olsenbande oder nicht, unbedingt gesehen habe sollte.
9/10