Zwei völlig abgefuckte Typen wollen einen Film drehen. Einen über Zombies :-). Nach anfänglichen Komplikationen, wie dem Fehlen finanzieller Mittel oder dem Unvermögen nüchtern und ohne zu Kotzen das Bett zu verlassen, könnte es dann theoretisch auch losgehen - eine hübsche Hauptdarstellerin wäre gefunden und eine wacklige Handycam wäre auch am Start... - doch den beiden Hohlbirnen will partout keine gescheite Story einfallen.
Zufällig kommen die beiden dann aber einem Satanspriester auf die Schliche, welcher "in echt" Tote wieder zum Leben erweckt. Zusammen mit einem Auftragskiller rücken unsere beiden Aushilfs-Regisseure dem Zombie-Pack mächtig auf den Pelz...
UNA DE ZOMBIS - die neueste Horrorkomödie aus dem Land der Stierkämpfer - Spanien.
Wer sich im Horrorgenre ein bisschen auskennt, dürfte wissen, dass aus Spanien seit neuestem sehr strange filmische Erzeugnisse kommen: EL DIA DE LA BESTIA und MUCHA SANGRE mit den endsgeilen Arschfick-Zombies dürften wohl so am bekanntesten im Volke sein.
Und nun dieser UNA DE ZOMBIS...
Hm, ich nehm mal gleich vorweg, dass auch hier vieles äußerst wunderlich abläuft:
Die Charaktere sind schräg, die Witze dreckig und die Story zu checken, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Gegen Ende geht der ganze "Plot" sogar noch ein bisschen im Surrealen plantschen, die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen und der Zuschauer sitzt vor der Flimmerkiste, wie der Ochse vorm Berg.
Hm, soweit so gut. Dass diese Masse an Unkonventionellem natürlich auch mit massig Mankos behaftet ist, dürfte aber wohl jedem einleuchten:
Zombies kommen hier z.B. nur ganz am Rande vor. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die beiden unterbelichteten, versoffenen Horrorfilmfans mit ihrer Vision einen Film zu drehen, und wie sie von einer ulkigen Situation zur nächsten straucheln.
Wenn dann aber mal ein paar Untote durch Bild wanken, dann fallen diese sehr Zombie-untypisch aus: sie reden, laufen, haben grünes Blut und sind von Normalsterblichen eigentlich kaum zu unterscheiden.
Wer also auf einen reinrassigen Zombiefilm aus ist, ist hier komplett falsch...
Das größte Unding aber ist die Story. Zwar beginnt alles in geregelten Bahnen - allzu spannend wird's nicht, aber das Unvermögen der beiden Compadres unterhält schon ganz angemessen - gegen Ende wird's aber so absurd, dass es echt keinen Spaß mehr macht. Da kann dann nicht mal mehr Santiago Segura aka "Torrente" oder der Auftritt einer langzottligen, spanischen BlackMetal-Combo sonderlich viel rausreißen...
Gesplattert wird hier nebenbei bemerkt überhaupt nicht. Es rollen zwar schon ein paar Köpfe, brutal ist das Ding hier aber nicht.
Puh, hört sich ja nach 'nem ziemlichen Stinkstiefel an... Aber ne, ganz so schlimm is' es ja eigentlich auch wieder nicht! UNA DE ZOMBIS ist im Großen und Ganzen schon ein ganz nettes und sympathisches Filmchen, das auch ganz angemessen zu unterhalten weiß. Coole Charaktere, Sprüche und Situationen gibt's hier zuhauf:
"Es gibt nur eine einzige Sache, die mich töten kann: Garnichts!!!"
Ein Hammer ist der Streifen aber nicht, was sehr schade ist, da mich MUCHA SANGRE doch sehr entzückt hat, und da ich mir mit UNA DE ZOMBIS eine ähnliche Bombe erhofft hab'.
Mein Fazit daher:
Anschaubar, sympathisch und stellenweise auch ganz witzig! Mehr aber nicht...