„Ein Schwachsinn reiht sich an den anderen,sowas ist erfolgreich!“sagt niemand anders als Santiago Segura,der sich an dieser Stelle selbst spielt und noch einmal darauf aufmerksam machen will,dass man auch mit Blödsinn Kultstatus erreichen kann.Mit „Una de Zombies“wird das sicher nicht gelingen,denn skurrile Typen mit coolen Sprüchen reichen nicht aus,wenn es an strukturierter Story und pointierten Szenen mangelt.
Aijon und Caspas sind die totalen Loser.Aijon ist soeben von seinen Eltern rausgeschmissen worden und Caspas von seinem Arbeitgeber.So bleibt ihnen nur die Möglichkeit einen Film zu drehen.Zufällig läuft ihnen beim Dreh ein Satanspriester(ehemaliger Lehrer)über den Weg,der über Zombies herrscht.Gemeinsam mit einem Auftragskiller will man der Zombiemeute an den Kragen…
Wer aufgrund des Titels einen handfesten Horrorschocker erwartet,wird enttäuscht werden,denn die Zombies tauchen erst am Ende auf und beißen nicht Romero-typisch zu.
Vielmehr handelt es sich um eine Gangsterklamotte,gespickt mit Horror-und Thrillerelementen,die einen unausgegorenen Mix ausmachen.Wer Tarantinowerke kennt,wird sich zwar schnell mit der leicht konfusen Erzählweise anfreunden,aber der Inhalt ergibt fast gar keinen Sinn und wirkt wie ein wahllos zusammengewürfelter Haufen von schrägen Einfällen,die größtenteils nicht einmal Lacher erzeugen können(Ausnahmen: Die Death-Metal-Band und der Taxifahrer „Gerücht“).
Zwar geben sich die Darsteller recht authentisch(was wenig verwundert,da sie lediglich sie selbst sein müssen)und einige Schnitte sind clever und witzig(„Rollladenschnitt“mitsamt entsprechendem Sound),doch weder Spannung noch Atmosphäre irgendeiner Art wollen zur Geltung kommen.
Einige Ansätze sind wirklich recht gut umgesetzt worden und streckenweise unterhält das Wirrwarr sogar ein wenig,aber wenn man zwanghaft einen Kultfilm drehen will,muß man auch das notwendige Talent mitbringen und das kommt hier zumindest noch nicht zum Vorschein.
4 von 10 Punkten