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Junger Bauertölpel schnuppert Frischluft in der Metropole Hamburg. Ein klassisches Motiv: Erst die Kühe melken, dann auf's Plumpsklo und später in der Szenekneipe 'ne schicke Tussi anlachen. Kann ja nicht gut gehen, oder am Ende doch?

"Erst die Arbeit und dann" zeichnet in kurz gehaltenem Plot fast dokumentarisch wirkend eine Analogie zu Detlev Bucks jungen Jahren. Es zeigt sich deutlich die Veranlagung Bucks: ruhige Schnitte, ruhige Bilder, trockener Humor, aus dem Leben gegriffene Dialoge - und viel Liebe für die Detailarbeit. Doch fehlt hier völlig jegliche Handlung. Nicht mal ansatzweise will Spannung aufkeimen, der weitere Filmverlauf interessiert nicht. Der Moment zählt, die Bilder sprechen für sich, die norddeutsche Sprache unterstützt die Unverständlichkeit der Dialoge.

Der Film war sicherlich wichtig für Buck und vorallem Grundstein für sein späteres Wirken. Doch reduziert auf das vorliegende Werk bleibt es bei einem netten Versuch den ersten professionellen Film zu produzieren. "Der Bub übt halt noch" geht zwar durchaus als Entschuldigung durch, fördert aber nicht unbedingt die Begeisterungsfähigkeit des Rezipienten.

Für Buck-Fans sicherlich ein unverzichtbarer Bestandteil der Filmsammlung, insbesondere in Verbindung der Buck-DVD-Box.

(3/10)

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