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George Newman ist nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Aus allen Jobs fliegt der Tagträumer raus, lieber verliert er sich in popkulturellen Phantastereien. Da bekommt er die Chance, einen heruntergekommenen Fernsehsender zu übernehmen und nach anfänglichen Startschwierigkeiten stellt sich sogar ein gewisser Erfolg ein – was allerdings auch die Konkurrenz auf den Plan ruft.

Das Szenario nutzt „Weird Al“ Yankovic, der zusammen mit Jay Levey das Skript verfasste, als eine Spielwiese für Parodien auf die US-amerikanische Film- und Fernsehlandschaft. So parodiert er die TV-Werbung, Shows und diverse Kinofilme, was letztlich auch den größten Spaß an „UHF“ ausmacht. Von einem rabiaten Gandhi-Sequel über Szenen aus dem ersten Abenteuer eines Indiana Jones bis zu einer fragwürdigen Tiershow gibt es da einiges und passend zu Yankovics Werdegang kommt auch eine Musikparodie unter, wobei es da durchaus bessere von ihm gibt.
In schöner Regelmäßigkeit gibt’s diese Einspieler, die sich irgendwie in die fortlaufende Geschichte integrieren, wobei letztlich die eigentliche Story auch eine Schwachstelle ist. Denn notgedrungen will diese eben erzählt werden und so flacht die Spaßkurve in der zweiten Hälfte ab. Zwar bieten sich hier immer noch diverse Parodien zur Betrachtung an, insgesamt fokussiert man sich aber gezwungenermaßen auf sowas wie Inhalt. Und der funktioniert eben nach Schema F und ist nicht sonderlich einfallsreich. David gegen Goliath mitsamt Happy End, das allerdings schon über Gebühr zelebriert wird.

Darstellerisch reißt hier niemand Bäume aus, wobei Yankovic durch die Bank sympathisch und spielfreudig agiert. Neben Kevin McCarthy und Fran Drescher spielt sich dann noch Michael Richards als Hausmeister und Kindershowstar Stanley in den Vordergrund. Seine Figur ist allerdings durch die Bank anstrengend. Liegt natürlich im Auge des Betrachters, mir ging die exaltierte Art auf den Zeiger.

In seinen besten Momenten ist „UHF“ eine energische Parodie auf Film und Fernsehen und hier funktioniert das Konzept dank der Beteiligten auch ausgezeichnet. Dahinter schlummert aber immer eine 08/15-Geschichte, die besonders in der zweiten Hälfte dann zu sehr in den Vordergrund tritt. Genauso wie Michael Richards, der einfach meist nur nervt. Abseits dessen macht Yankovic in seiner ersten Hauptrolle viel richtig und schafft es diverse Male, das Zwerchfell zu reizen. Spaß macht der Streifen immer noch und funktioniert bei Kenntnis der parodierten Werke (filmisch oder medial) noch besser.

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