Review

Ein ungewöhnlicher Kriegsfilm, den der Hardboiled-Spezialist Robert Aldrich in seiner Doppelfunktion als Regiesseur und Produzent da 1956 auf die Leinwände brachte.

Das Geschehen um eine kriegsmüde und von einem krass unfähigen Hauptmann geführte Infanterie-Kompanie der US-Army, die im letzten Kriegswinter 1944/45 in die Ardennen-Schlacht verwickelt wird, ist denn auch kein plumpes Baller-Epos, unterlegt mit patriotischem Schlachtenlärm, sondern vielmehr ein größtenteils feinfühliges Kammerspiel, welches um die soldatischen Werte von Mut und Feigheit, Loyalität und Insubordination kreist. Die wenigen Kampfhandlungen sind sorgfältig und wohl annähernd realistisch in Szene gesetzt worden; Genießer filmischer Materialschlachten sollten sich besser anderswo bedienen (Steiner - Das eiserne Kreuz, Stalingrad o.ä.)

Einziges wirkliches Manko dieses sehr effektvoll in Schwarz-Weiß fotografierten Filmes ist denn das schlußendlich geradezu hemmungslose Over-Acting der
Hauptdarsteller Jack Palance (Lieutenant Costa) und Eddie Albert (Captain Conney). Gut gemeint ist oftmals voll daneben und deshalb muß es Abstriche in der Benotung geben: 6,5/10 sind vielleicht hart, aber wohl vertretbar.

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