kurz angerissen*
Karge Gemäuer von Bunkern und Hausruinen sind omnipräsent in Robert Aldrichs Adaption des Theaterstücks „Fragile Fox“. Sie nehmen die Sicht auf das Kriegsfeld, fokussieren den Blick auf das Charakterdrama und verraten damit einige Dinge über die United-Artists-Produktion: Sie fühlt sich der Vorlage entweder verpflichtet oder kann bzw. möchte sich nicht von ihr lösen. Auch war das Budget wegen fehlender Unterstützung durch das Militär knapp. Die Unterstützung wiederum fehlte, weil sich der Film, und damit unterscheidet er sich von vielen anderen zeitgenössischen Genrewerken, weniger mit dem Feind beschäftigte als vielmehr mit den eigenen Truppen. Dieser Ansatz führt „Attack!“ zur konsequenten und gnadenlosen Selbstzerfleischung auf dialogischer Ebene, beruhend allerdings auf reliefartigen Charakteren, die von einprägsamen Gesichtern wie Jack Palance und Lee Marvin dargestellt werden und klar unterteilte Rollen einnehmen. Die mit allzu dickem Pinselstrich geführte Figurenzeichnung nimmt dem Film womöglich ein wenig von der Wirkung, die er ansonsten so geschickt aufbaut, indem er Nöte zur Tugend macht.
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