Fantasievoll und phantastisch...
Es gibt viele Zeichentrick und Animationsfilme, die schön, niedlich und lustig sind. Aus dem Märchenbereich verbuchte vor allem das Haus Disney unzählige Kinohits. Das auch andere ausser dem Mickey Mouse Konzern abliefern konnten, beweist dieser Co produzierte Vertreter von Jules Bass und Arthur Rankin.
Das "Das letzte Einhorn" aus der 80er Jahre Ära stammt, schmälert kein wenig das Filmvergnügen, denn dieser Zeichentrickklassiker ist in jeder Hinsicht "zeitlos".
Ein weisses, schönes Einhorn wird nach den Worten eines Jägers nachdenklich, als dieser in den Wald ruft, das dies das letzte ihrer Art sei. Nicht diesen Glaubens willen, macht sich das Einhorn auf die Reise raus aus dem schützenden Wald, auf der Suche nach weiteren Artgenossen. Doch die Odysee wird zum gefährlichen Unterfangen: Eine gefährliche Wanderzirkustruppe, angeführt von einer niederträchtigen Hexe und vor allem, der legendäre rote Stier, der alle Einhörner gefangen haben soll, werden dem Fabeltier zum Verhängnis. Begleitet wird es von dem tölpelhaften Möchtegernmagier Schmendrick und der Räuberbraut Molly Grue. Das Ziel ist die Festung von König Haggard, wo sich die verschollenen Einhörner befinden sollen.
In wunderschönen, ästhetischen, liebevoll gezeichneten Bildern gehalten und voller phantasiereicher Spielereien und Nebenfiguren verliert der ideenreiche Fantasyfilm niemals Spannung. Auch durch die vielen wendungsreichen Storytwists wird Langeweile ferngehalten. Der Zuschauer wird in den Plot regelrecht reingesogen, durch geniale Figurenzeichnung, werden die Charaktere gut eingeführt und liebegewonnen oder verhasst.
Zusätzlich verleiht der klasse Soundtrack von "America",vor allem mit seinem Hit "The Last Unicorn" Tiefe und veranlasst Emotionen, die zu Tränen rühren dürften. Gesprochen wurde im Original unter anderem von Jeff Bridges, Christopher Lee, aber auch auf die deutsche Synchronisation ist allemal Verlass. Das Fantasymärchen brint Jung und Alt, egal welcher Generation zum Schmelzen, ist atmosphärisch dicht und auch voller toller, kindgerechter Dialoge mit Witz.
Allerdings sind manche Stellen sehr düster und gruselig und von kleinen Zuschauern vielleicht schwer zu verdauen.
Ist die FSK:0 gerechtfertigt? Nein, die ab 6 Freigabe war angebrachter, wobei der Film eher älterem Publikum anzuraten wäre, da an manchen Stellen doch garstig und unheimlich.