Ein Meilenstein des Abenteuer-Katastrophen-Genres.
Der Phönix ist ein mythischer Vogel, der verbrennt, um aus seiner Asche wieder neu zu erstehen. Diese Vorstellung findet sich heute noch in der Redewendung „Wie ein Phönix aus der Asche“ für etwas, das schon verloren geglaubt war, aber in neuem Glanz wieder erscheint.
Diese Bezeichnung wird im Film für das neu konstruierte und aus Altteilen einer kleinen Passagiermaschine verwendet, und beschreibt die letzte Hoffnung auf Rettung einer Handvoll Menschen die in der Wüste versuchen zu überleben.
1965 konnte dieser, nunmehr zum Klassiker aufgestiegene, Abenteuerfilm mit einem Staraufgebot, toller Atmosphäre und ausgefallenem Setting punkten. Statt einem puren Kampf um Wasser und Nahrung steht immer wieder der Konflikt zwischen den völlig verschiedenen Charakteren im Mittelpunkt. Selbstaufgabe und Erschöpfung folgen Gefühlsausbrüchen und Schuldzuweisungen. Ganz besonders hervorgehoben sind die Streitigkeiten zwischen Captain Frank Towns (James Stewart) der sich die Schuld des Absturzes selbst in die Schuhe schiebt, und dem deutschen Flugzeugingenieur Heinrich Dorfmann (Hardy Krüger) welcher unter Geltungssucht leidet.
Dies ist vielleicht nicht unbedingt das, was man von einem puren Abenteuerfilm erwartet wird allerdings schauspielerisch wie auch stilistisch sehr realistisch vermittelt und steigert die Spannung, nicht nur zwischen den Charakteren. Eben diese werden ausgiebig vorgestellt und ausgearbeitet. Hier liegt der Vorteil bei der Buchvorlage.
Als Kind der Neuzeit sind die Effekte, wenn man hier überhaupt von solchen sprechen mag, völlig veraltet. Der getrickste Sandsturm und im Off stattfindende Absturz können hier natürlich nicht begeistern. Auch das später folgende Camp von Waffenhändlern, was anscheinend aus Pappfiguren besteht, ist eher lachhaft.
Mal vom Beginn abgesehen sind keinerlei Actionelemente vorhanden. Die Twists liegen auf psychologischer Ebene.
136 Minuten die Anfangs spannend inszeniert sind, verlieren sich im Mittelteil ein wenig in sich selbst. Die Story wird nicht voran getrieben und es gibt zu wenig Abwechslung, was natürlich bei diesem Setting und zu der damaligen Zeit schwierig einzubringen war. Erst ganz zum Schluß wenn der Phönix zusammengebaut und der Start vor der Tür liegt kommt nochmal Laune auf.
Mittlerweile gibt es ein Remake mit Dennis Quaid. Hier sind die schon angesprochenen Schwächen behoben (das moderne Blockbuster Kino lässt grüßen). Allerdings haben sich neue eingeschlichen. Eine Kombination von beiden Filmen wäre sicherlich super und hätte von mir Höchstwertungen gegeben. Für den Klassiker an sich gibt es...
5 / 10