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„Mord und Margaritas“ erzählt die Geschichte zweier total unterschiedlicher Männer. Julian (Pierce Brosnan), ein Profi-Killer in der Schaffenskrise, und Danny (G. Kinnear), ein biederer Ehemann und erfolgloser Geschäftsmann, treffen sich eines nachts zufällig an der Bar eines Hotels in Mexiko-City. Nach einigen Margaritas und einer irrwitzigen Konversation ergreift Danny die Flucht vor Julian. Tags darauf treffen sich die beiden wieder und Julian überredet Danny zum gemeinsamen Besuch eines Stierkampfes. Dort gibt er sich dann auch als Killer zu erkennen, was ihm sein gegenüber allerdings nicht so recht abnehmen will. Anhand eines praktischen Beispiels aus der Zuschauermenge versetzt er Danny aber fast an den Rand zur Hysterie und so bleibt diesem nichts anderes übrig als Julian zu glauben. Das Faß zum überlaufen bringt dann Julians Bitte, daß Danny ihm bei seinem nächsten Auftrag helfen soll. Die Wege der beiden trennen sich. Ein halbes Jahr vergeht und in einer Winternacht klopft es an der Tür von Dannys Eigenheim… 

Auch wenn die Handlung nicht gerade viel neues bietet, ist sie bis zum Zeitpunkt als sich Julians und Dannys Wege in Mexiko trennen, recht unterhaltsam geraten, wenn man sich auch ständig fragt wohin das alles denn führen soll.Mit der Unterbrechung „Six Months Later“ geht dem Streifen erstmal die Luft aus und ein gehöriger Hänger entsteht, der erst kurz vor Schluß wieder storytechnisch aufgefangen werden kann. 

Was „The Matador“ wirklich interessant macht ist also nicht unbedingt die Story. Vielmehr erleben wir hier einen sichtlich gut aufgelegten Hauptdarsteller Brosnan, dem es scheinbar einen Riesenspaß bereitet seinen Julian so krass gegensätzlich zu seiner Bond-Rolle zu spielen bzw. diese teilweise sogar durch den Kakao zu ziehen.Julian ist einfach so was von kaputt, arrogant, versoffen und paranoid, daß man ihn einfach mögen muß! Die Szene mit dem kleinen Jungen anfangs im Park ist einfach herrlich gemein, die (Traum?) Szene als er nur mit Slip und Stiefeln durch die Hotellobby Richtung Swimmingpool stolziert einfach zum brüllen komisch usw. usw.
Sein Gegenpart Danny wird da schon weitaus bodenständiger von Greg Kinnear gespielt. Leider gönnte ihm das Drehbuch aber keine wirklichen Highlights. 

Fazit: Nicht wirklich spannender, aber größtenteils unterhaltsamer und streckenweise witziger Film. Etwas mehr Biß von Seiten des Drehbuchs hätte dem ganzen Projekt sicherlich gut getan. Aber ein Film dessen Soundtrack Perlen wie The Jam`s „A Town Called Malice“ und Asia`s „Heat Of The Moment“ bietet, hat bei mir in Kombination mit Brosnans schrägen Auftritten einfach schon mal einen gewissen Bonus, deshalb 7 von 10 Punkten.

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