Review

Leider eine nur durchschnittle Verfilmmung nach Bram Stoker´s Romanvorlage DRACULA. Wie weit sich hier Regisseur Jess Franco an die literarischen Vorlage orientierte kann ich nicht sagen, da ich selber noch nicht die Zeit und Lust hatte, den Roman zu lesen. Vor allem mangelt es den Film an wirklicher Spannung. Der Streifen wird in einem gleichmäßigen, nähmlich lahmen Tempo erzählt. Ein Spannungsbogen fehlt gänzlich. Dafür schafft es der Film aber, eine dichte Gruselatmosphäre zu hinterlassen, die mir wirklich gut gefallen hat. Die Location vom Schloß weiss zu gefallen, auch wenn die Aussatttung doch ziemlich bieder ist, da hatte das Budget wohl nicht mehr gereicht. Die Kamera fängt einige stimmungsvolle Szenen ein, wie die Kutschfahrt durch den Wald, aber es gibt auch wieder sehr billig gemachte Szenen, wie die Fledermaus die vor dem Fenster hin und her flog, was aber so zum Regisseur Jess Franco passt. Blutmäßig hält der Film sich sehr zurück, auch auf Splatterszenen wird komplett verzichtet, was den Film sicherlich etwas aufgewertet hätte. Die Darsteller machen ihr sache dagegen wieder recht gut. Vor allem Herbert Lom als Van Helsing hat mir gut gefallen. Klaus Kinski als Renfield sagte überhaupt nichts, bis auf ein Wort. Aber Kinski punktet allein schon wegen seiner Anwesenheit. Etwas enttäuscht war ich von Christopher Lee, der als Graf Dracula überhaupt nicht bedrohlich wirkte, wie in den Dracula Filmen der Hammer Studios. Für mich eine eher durchschnittliche Dracula Verfilmmung, aber einer der ganz klar besseren Filme von Jess Franco, das muss man sagen. Ansonsen kann ich mit seinen Werken ja überhaupt nichts anfangen. Da gefällt mir nur noch seine Jack the Ripper Verfilmmung.

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