Review

Nachts, wenn Dracula erwacht ist einer dieser Filme um/über den Blutsaugerfürsten aus Transsilvanien, der mir zumindest schon alleine deshalb gut gefallen hat, weil ich deutliche Parallelen zu der Dracula-Verfilmung: Bram Stoker's Dracula, der ja um eine Jahre später gedreht wurde, wiedererkannt habe.


So gab es auch in Nachts, wenn Dracula erwacht, beinahe dieselbe Geschichte zu sehen, nur dass hier Dracula von dem wohl meiner Meinung nach besten Dracula-Schauspieler, dem ehrenwerten Christopher Lee dargestellt wurde, der meiner Ansicht nach dem Fürsten aller Vampire schon immer einen besonderen Flair verlieh... Charme und trotzdem etwas diabolisches und das immer wieder aufs Neue ohne das es irgendwann zu abgedroschen wirkt...

Auch gefiel mir Herbert Lom, den wir ja alle noch gut als Hexenjäger Lord Cumberland aus Hexen bis aufs Blut gequält gut in Erinnerung haben als Van Helsing, obwohl natürlich dessen Darstellung so toll wie ich sie auch fand, nicht an die eines Peter Cushings heranreicht.
Doch so besitzt natürlich Lom einen ganz eigenen Stil diesem Gegner des Grafen Dracula Leben einzuhauchen.

Hervorragend war natürlich auch Klaus Kinski als in der Klapse hinvegetierender R.M. Renfield, der es allein ohne große Worte verstand durch Mimik und Ausdruck dieses eher seltsamen Charakters Gestalt zu verleihen.
Auch Maria Rohm, die mir noch gut aus Jess Francos Frauenknastfilm Der heisse Tod im Gedächtnis geblieben war, fand ich als Mina hervorragend, wirkte sie in Nachts, wenn Dracla erwacht sehr authentisch und realistisch..

Obwohl die FX in diesem Film vielleicht nicht die besten gewesen waren, so meinte ich zumindest die Fäden an der schattenhaften  Fledermaus, in die sich Dracula verwandeln konnte, immer zu erkennen und auch das Ableben dessen im Feuer wirkte vielleicht nicht so, wie man es erwartet hatte, doch waren diese eher mauen Effekte nicht wirklich so störend, konnte der Film eben durch eine spannend erzählte, dennoch allseits bekannte Story überzeugen. Es kommt eben oft auch nicht nur auf spektakuläre Effekte an, damit ein Film als gut empfunden wird, oder?

Ein bisschen seltsam anmutend - meiner Ansicht nach war allerdings der Sound der jedesmal ertönte, wenn Dracula in Action trat... ich weiß nicht warum, aber ich glaubte beim Anschauen des Filmes, dass mich dieses befremdliche Geräusch an Kampf der Welten an das Rasseln der Invasionsraumschiffe der Marsianer erinnert^^ - aber das wird ja nur Zufall sein und vielleicht auch nur mich irgendwie daran zurück denken lassen ^^

Ein bisschen störend empfand ich die Szenen bei Nacht, die allem Anschein - jedenfalls kam es mir so vor- Tagsüber gedreht wurden, zu hell war alles, so dass Darsteller und Objekte Schatten warfen... aber vielleicht sollte das auch so sein... denn nachts zu drehen war ja 1970 nix großartiges.

Ein bisschen unspektakulär fand ich dann schon das gerade angesprochene Ableben des Herrn Draculas, das wirkte auf mich dann doch ein wenig so, als wollte Franco irgendwie seinen Film so schnell wie möglich zu ende bringen... aber trotz dessen empfand ich Nachts, wenn Dracula erwacht als durchaus gelungenen Film um den weltberühmten Blutsaugergrafen... 
mit Sicherheit ist es nicht die beste Verfilmung, aber ganz klar auch nicht die schlechteste....


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