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Nach einem Schiffbruch beginnt Jennifer auf einer einsamen Insel eine leidenschaftliche Affäre mit einem der Besatzungsmitglieder. Als plötzlich Jennifers als vermisst geltender Mann Jack auftaucht, formiert sich eine explosive menage a trois, die schnell und gnadenlos in Brutalität umschlägt. Bald stellt sich die alles entscheidende Frage: Wer wird das gefährliche Spiel Überleben?

Schöne Menschen vor exotischer Kulisse ist eigentlich das einzig positive, was man über diese völlig verhunzte Schlaftablette von Mistfilm sagen kann. Der englische Originaltitel "Three" sollte eigentlich korrekterweise mit three Arschgeigen am Beach betitelt werden, denn was hier an Knallchargen präsentiert wird ist schon ein starkes Stück. Wir haben hier ein Kammerstück mit drei Personen, gestrandet auf der einsamen Insel, von denen aber niemand irgendwelche Sympathien oder positiven Eigenschaften an den Strand bringt.
Da hätten wir zum einen Manuel, den einheimischen Schönling, der durch Machotum gegenüber seiner Voodoo Freundin und fortgesetzter Arschigkeit an Bord das ganze Übel erst ausgelöst hat. Sympathiewerte sind ebenso nicht vorhanden wie dessen Schauspielkunst. Genauso schlimm ist die gute Jennifer, die durch gnadenlose Selbstsucht sich jedem wechselweise an den Hals wirft und das Bettchen teilt und so die geilen Kerle ständig aufeinander hetzt. Noch schlimmer, das ihr Zickentum zum Ende als höchste moralische Instanz installiert wurde und ihr die Flucht ermöglicht. Ach ja Frau Brook ist auch keine dolle Schauspielerin. Ihr Mann Jack ist auch keinen Deut besser, ein überheblicher Businessmann, der sich mit Manuel einen 90minütigen Schwanzvergleich liefert und am Ende immer paranoider wird. Mal ehrlich, der Menschheit wäre kein Verlust entstanden, wenn die Doofköppe elendig auf dem Eiland verottet wären.
Die Handlung ist leicht zusammengefaßt. Die Kerle balzen mit nervigen Dialogen um die Frau, labern fortgesetzt Blödsinn, während Madame die Zuschauer mit Bikiniaufnahmen bei der Stange hält (Doppeldeutigkeit war Absicht). Zwischendrin noch ein paar Bettszenen, die aber eher in Richtig störend anstatt anregend tendieren. Von einem Thriller ist hier jedenfalls nicht zu sehen, bestenfalls eine Psycho-Robinsonade, die aber irgendwo zwischen langweilig und megaöde hängenbleibt.
Vor der Tiestnote bewahrt Gestrandet im Paradies lediglich die letzte Viertelstunde, die zumindest beim entschlummert Zuschauer, der von Karibikinselurlaub sanft träumt, ein wenig spannend rüberkommt. Sehr viele werden aber längst davor abgeschaltet haben.
2/10

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