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Die Idee zum vorliegenden Streifen kam Autor und Regisseur Stewart Raffill offenbar, als er Kelly Brook beim Shooting an einem Strand sah. Folgerichtig musste noch eine Geschichte hinzugefügt werden. Um sich unnötige Arbeit zu ersparen, wurde Guy Ritchies „Swept Away“ bemüht, ein wenig „Die Blaue Lagune“ untergemischt und fertig ist die Kelly-Brook-Bikini-Show.

Matrose Manuel (Juan Pablo Di Pace) wird von seiner Ex mit einem Fluch belegt, bevor er die Yacht betritt, auf der sich unter anderem das millionenschwere Paar Jack (Billy Zane) und Jennifer (Kelly Brook) befindet. Mitten auf See bricht ein Feuer aus und nur den dreien gelingt es, sich nach und nach auf eine einsame Insel zu retten. Da ist Ärger vorprogrammiert…

Der Abenteuerfilm ist auch unter dem Alternativtitel „Survival Island – Wenn Blicke töten können“ bekannt, - spezielle Blicke sind hier jedoch nicht relevant, denn im Verlauf geht es durchaus körperlich zur Sache. Und damit sind nicht die angedeuteten Softsex-Szenen gemeint, welche zweckdienlich, allerdings nicht sonderlich erotisch rüberkommen.

Zwar beinhaltet die Dreierkonstellation einiges an Potenzial, doch genutzt wird dieses allenfalls im letzten Drittel, als sich die Situation zwischen den Kerlen zuspitzt, lebensgefährliche Fallen gestellt werden und ein Voodoo-Ritual ins Spiel kommt, welches für die Geschichte nahezu ohne Bedeutung ist und eher in die Irre führt.

Sind die Sympathiepunkte anfangs noch klar verteilt, relativiert sich das im Verlauf, denn jeder der drei ist auf die eigenen Vorteile bedacht. Das bezieht sich primär auf die wenigen hilfreichen Utensilien wie Messer, Taucherbrille oder Benzinfeuerzeug. Letzteres funktioniert trotz Salzwassertauchgang tadellos und muss innerhalb eines Jahres nicht nachgefüllt werden, während Zigaretten und Zigarren mit etwas Meersalz offenbar lecker sind.

Immerhin entwickeln vereinzelte Dialoge eine leicht zynische Note, da die Handlung im Mittelteil zwischen Tauchgängen, Lagerfeuer und minimalen Zankereien ein wenig abflacht und auch Brook bewegt sich etwas weniger. Dafür im ersten Drittel umso mehr, -wahlweise mit zwei unterschiedlichen Bikinis, mal mit und mal ohne Oberteil, während das Messer offenbar zum Rasieren der Achselhaare genutzt wird oder auch als Lockenstab des nicht wachsenden Haupthaares.

Der Streifen unterhält zwar auf eine eigenwillige Weise, doch wirklich spannend gerät das Treiben nie. Darstellerisch vermag nur Zane zu überzeugen und selbst die einladende Kulisse der Insel nutzt sich nach einer Weile ab, da die Kamera allenfalls brauchbar arbeitet und der Score rein gar nicht auffällt. Bis auf zwei schlagende Argumente strandet der Zuschauer eher nicht im Paradies…
5 von 10

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