Nordafrika während des zweiten Weltkriegs, mitten in der Wüste halten die Deutschen Kriegsgefangene in einem Lager. Neben jüdischen Frauen sind auch einige alliierte Soldaten dort, die mit Hilfe der englischen Krankenschwester Clara einen Ausbruch planen, um den unmenschlichen Folterungen und der Willkür des SS-Lagerleiters zu entgehen. Diese werden dem Zuschauer nach anfänglichen Kriegsszenen um die Gefangennahme der Allierten mittels Auspeitschungen und anderer Bosheiten etwa eine halbe Stunde unter die Nase gerieben. Wirklich blutig wird es eigentlich nie, selbst eine Kastration ist nur wenig ansehnlich gestaltet. Die psychologische Wirkung der Erniedrigungen macht da schon mehr her, wenn eine Gefangene auf allen Vieren kriechend ausgepeitscht wird, alles in allem ist der Eindruck aber eher durchschnittlich, wenn man diesen Film innerhalb des Nazi-Exploitation-Genres betrachtet. Auf splatterige Folterszenen wie in "Ilsa-Haremkeeper Of The Oilsheiks" oder exzessive Vergewaltigungsszenen, wie so oft in solchen Schundstreifen, verzichtet Luigi Batzella komplett. Selbst Sexszenen sind verhältnismäßig spärlich gesät, dafür gibt er den Akteuren genug Freiraum, um mit jeder Menge beliebigen Kriegsakten auf einander los zu gehen und mit uninspirierten Dialogen die Vorgehensweise auszudiskutieren. Als Dreh- und Angelpunkt geht es schließlich für beide Parteien um eine Oase, die unter anderem für die sinnlosen Schießereien herhalten muss. Die Charaktere sind blass und austauschbar, es ist für den Zuschauer uninteressant, ob denn nun die lesbische Aufseherin Erika (billiger, unansehnlicher Ilsa-Verschnitt), die die Amis mitschleppen, draufgeht oder nicht. Ebenso stumpf ist die Darstellungsweise, die an ganz klitzekleine, unwichtige Kriegsfilme erinnert, die halbe Stunde Lagerfiesheiten dürften dem Exploitationfan zu wenig sein. Die finale Moral von diesem Schund, nämlich, dass alle Deutschen Monster sind, gibt die Einfältigkeit schön wieder. Einzig zur Unterhaltung beitragend ist die zweisprachige Vertonung, in der die deutschen Soldaten, mal mehr und mal weniger akzentfrei, alle Floskeln in deutsch runterrattern. Der Soundtrack ist eine glatte Frechheit, so stümperhaft zusammengestückelt hört sich das an. Das gleiche gilt im übrigen für die Bilder, da Batzella so frei war, und einige Szenen einfügte (woher auch immer), auch wenn die Bildqualität offensichtlich anders ist. So etwas mag in Fällen wie Bruno Matteis "Die Hölle Der Lebenden Toten" noch als trashige Unterhaltung zur Belustigung beitragen, bei diesem einschläfernden Werk jedoch nicht. Der Titel ist zweifelsfrei das schockierendste.
Fazit: Unwichtiger Kriegsfilm mit ein wenig Nazi-Exploitation auf spektakulär getrimmt. 3/10 Punkten