Review

Alles in Deckung! Trashgranate im Anflug. KABOOM!!!
Zu spät, schon hat es jeden erwischt der etwas mit trashigen Horrorfilmen anfangen kann. Andrea Bianchi hat mit „Die Rückkehr der Zombies“ schön versucht im Fulci Fahrwasser mitzupaddeln und ne schnelle Mark zu machen. Ob ihm das gelungen ist muss natürlich jeder für sich entscheiden. Ich kann dem Streifen aber eine Menge abgewinnen. Aber zuerst noch einen flüchtigen Blick auf den Plot geworfen.

Professor Zauselbart ist am Rumstudieren in Sachen Etrusker, lebender Tot und so. Ein dufter Typ hat ihn dazu in sein Schloss einquartiert. Ist natürlich logo, dass das kräftig in die Hose geht. Sofort hat der Prof. nen paar Zombies (im wahrsten Sinne des Wortes) am Hals. Schnitt.
Der Schlosseigentümer und ein paar Freunde sind auf dem Weg zum Professor, da der super Neuigkeiten hat. Dort angefangen ist natürlich keine Spur vom Prof. zu finden, also wird die Zeit anders genutzt(Ficken und so). Doch haben die Zombies noch fleißig Kohldampf und machen bald Jagd auf die netten Besucher.

Was für ein Film. Wirklich geil. Der Film reiht einfach geniale Szene an geniale Szene(allerdings nur für Trashfans). Vor allem die Szenen mit dem Jungen, der aussieht wie ein dreißigjähriger Kleinwüchsiger, sind Pflicht. Selten wurde den ganzen Film über ein so dämlicher Gesichtsausdruck beibehalten. Respekt.
Die Dialoge sind der Brüller z.B. als der Sohn der einen Tante an nem Tuch riecht und meint:“ Mami, das riecht hier so nach tot.“
Absolut unerlässlich ist es natürlich, dass sich die Frauen alle Nase nach aufs Mett legen, wenn sie von Zombies verfolgt werden. Da kommt eine Portion Extraspannung auf.
Die Effekte von Rossi sind teils gelungen, teils nicht. Dabei geht es aber auf jeden Fall schön splattrig zu Sache, andauernd Fressszenen, Kopf zermanschen und dergleichen.
Meine Lieblingsszene ist übrigens die, als das Dienstmädchen den Fensterladen schließen will und von einem Zombie per Wurfnagel ans Fenster getackert wird. Ein weiterer Zombie wartet schon und macht sie mittels Sense einen Kopf kürzer.
Die Musik setzt sich meist aus typische sphärischen Geräuschen und Klängen zusammen. Das passt schon zum Film.
Auch die Schauspieler, die zwar Overacting liefern, sind perfekt für diesen Film.
Die Zombiemasken dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben. Hier geht’s richtig billig zur Sache. Ein bisschen Wachs, da noch nen Wurm dran geklebt und fertig ist der Untote. Sieht aber schon irgendwie schön aus.
Ab und zu wird uns sogar eine originelle Kameraperspektive gegönnt. Da kann nicht gemeckert werden.
Ein weiterer Pluspunkt ist die schöne Atmosphäre, die vor allem durch die Kulissen entsteht. Anscheinend wurde die meiste Zeit an echten Schauplätzen gedreht.

Der Film macht einfach Laune. Er hat eine schöne Atmosphäre und wer was mit Trash anfangen kann ist hier bestens aufgehoben. Es wirkt zwar alles eine Stufe billiger(manchmal auch zwei) als bei den großen Vorbildern, aber der Film ist um einiges besser als manch ein weiterer Nachzügler des Genres.
Viel Spass.

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