Gut, kommen wir mal zu einem dieser italienischen Zombiefilme. Wer so einen Film gesehen hat, weiss, dass man sich entweder nur ärgern oder totlachen wird. Ich gehöre zu den Leuten, die sich ärgern. Bei "Rückkehr der Zombies" jedoch muss ich zugeben, dass sich das in Grenzen gehalten hat. Zudem gab es tatsächlich auch Szenen, bei denen ich mir ein Lachen nicht verkneifen konnte. Aber alles der Reihe nach...
Handlung:
Eigentlich nicht vorhanden, aber ich werde zumindest wiedergeben, was sich abspielt. Ein bärtiger, alter Fettsack, der wohl ein Prof. sein soll, werkelt irgendwo herum und findet irgendwas heraus (wird glaube ich erst später geklärt). Dann faselt er wirres Zeug, läuft in eine Gruft oder so und wird dort von lebenden Toten gefressen. Später taucht ein wild zusammengewürfelter Haufen von Leuten an einer Villa auf, in der auch der Prof. war. Die Gruppe besteht aus drei Männern, drei Frauen und einem Kind, das aussieht wie Frankensteins Monster mit eingeschlagener Fresse. In der Villa geht es sofort rund: lebende Tote erheben sich aus ihren Gräbern und attackieren die Ankömmlinge; dabei kratzen die Personen der Reihe nach ab. Das wars und wirklich viel war das nicht.
Analyse:
Wie man an obigem Text merkt ist die Handlung nur eine Ausrede für eine Aneinanderreihung von Tötungssequenzen und Gewaltdarstellungen. Doch da werfe ich dem Film nichts vor, schliesslich ist es wirklich nicht einfach einem Film, der von Zombies handelt (was ja so schon Unfug ist) eine sinnvolle Handlung zu verpassen. Worauf es in so einem Film ankommt, sind nun mal die Gewaltszenen, der Film ist für ein Publikum gemacht worden, das genau sowas sehen will. Aber genau deshalb ist es besonders wichtig, dass die Splattereinlagen gut rüberkommen, und hier scheitert der Film. Jedesmal wenn die Zombies Gedärme fressen, sieht man genau, dass die Gedärme aus irgendeinem Behälter oder so rausgeholt werden. Ich habe keine Szene gesehen, in der auch mal ein Bauch aufgerissen wird. Da sind noch andere Szenen, die einfach nur pappig aussehen ( z.B. Frau wird mit dem Gesicht durchs Fenster gezogen) und sowas sollte lieber nicht in einem Zombiefilm passieren. Gut, das Thema make-up/Effekte ist abgehakt. Der Film wird von Logikfehlern und unsinnigen Aussagen, der Beteiligten regiert. Wie kommt es z.B., dass Leute, denen die Innerein rausgerissen wurden, später als Zombies wieder unversehrt sind? Die Krönung in puncto Schwachsinn bilden allerdings zwei Punkte:
1. Wieso liegt einer der Zombies gerade mal 5cm unter der Wiese begraben? Wer hat den dorthin gelegt?
2. Welcher Idiot stellt eine Bärenfalle in seinem Garten auf?(wahrscheinlich der selbe Idiot, der den Zombie aus Punkt 1 begraben hat...)
Solche Aspekte können den Zuschauer einfach nur aufregen; das sind offensichtliche Versuche den Zuschauer für dumm zu verkaufen. Als nächstes möchte ich erwähnen, dass die gesamte Mutter/Sohn-Beziehung völlig unnötig ist. Wofür musste dieser Quatsch in die Handlung einbezogen werden? Ok, als nächstes nehme ich mir die schauspielerischen Leistungen vor, das wird nämlich kurz. Alle Schauspieler sind Knallchargen! Der Sohn ist am schlimmsten und das Gruseligste am Film. Nur der Typ mit dem Schnäuzer hat mich halbwegs überzeugt. Den Dandy hat er irgendwie "cool" rübergebracht. Auch abgehakt. Musik ist mir ausser am Anfang keine aufgefallen. Meistens gibts nur Geräusche (erinnern an ein Radio, wenn man nen Sender sucht), die immer an der falschen Stelle zu hören sind. So, mehr Arbeit werde ich mir nicht machen, ist sowieso am besten, wenn man sich selbst überzeugt, wovon ich in diesem Fall noch nicht mal abrate.
Fazit: Zombiefilm, der teilweise zu überzeugen vermag, trotz idiotischer Schauspieler und Fehlen eines Drehbuchs. Verdient sich zumindest einen Punkt mehr als einige andere Vertreter dieses Genres.
2/10 Punkten.