Eine Gruppe von Menschen kommt in einem Landhaus zusammen, um die Seele baumeln zu lassen, doch diesem Vorhaben machen ein paar aus dem Erdreich krabbelnde Untote einen Strich durch die Rechnung und fortan lautet das Primärziel der Gruppe Überleben.
Wenn es darum geht, schlechte Zombiefilme aufzuzählen, dann wird im Regelfall auch "Die Rückkehr der Zombies" genannt und daher ging ich mit dementsprechend niedrigen Erwartungen an dieses Werk. Sicherlich ist Andrea Bianchis Streifen kein Geniestreich, aber einen Komplettreinfall erlebt man bei dessen Sichtung als halbwegs für Zombies begeisterungsfähiger Zuschauer nicht.
Die Handlung tut wie üblicher Weise bei Untotenfilmen nicht viel zur Sache und so beginnt nach einem abrupten Anfang, bei dem krampfhaft ein Grund für die Auferstehung der Zombies abgedreht wurde und der oberflächlichen Einführung der potentiellen Opfer der Ringelpiez. Bei den Angriffen der wandelnden Leichen ließ man sich was einfallen und Abwechslung walten. So gibts neben dem üblichen Einsatz von Klauen und Zähnen messerwerfende, sensenschwingende, beil-, forke- und sonstiges werkzeugtragende, kuttenbekleidete und kreissägebedienende Zombies zu verzeichnen. Für unfreiwillige Komik ist ebenfalls stets gesorgt, dafür sind einfältige Dialoge (mein persönlicher Favorit ist die Balkonszene, in der ein Mann mit Gewehr auf die unten stehenden Unholde schießt und nach diversen Treffern von der neben im stehenden Frau fordert "Schnell, gib mir noch zwei Patronen", was sie mit einem knappen "Ja" beantwortet, woraufhin er nach einer kurzen Pause ohne Reaktion ihrerseits nochmal fordernd guckt, was sie verwirrt mit "Ich habe keine mehr" quittiert und ihm ein entrüstetes "Das gibts doch nicht" entlockt) und hanebüchene Drehbuchkniffe wie z.B. das Fangeisen im Garten, das Dienstmädchen alleine in Gefahrenzonen Schicken oder die als Gottesfürchtige getarnten Unwesen verantwortlich.
Aber es ist nicht alles amüsant, denn teilweise wird auch eine bedrohliche Stimmung erzeugt, was durch die stark an George A. Romeros "Zombie" angelegte musikalische Untermalung, die zum Großteil aus Klängen im höheren Frequenzbereich besteht, gelingt, obwohl die meisten Untotenszenen im hellen Tageslicht stattfinden, was wohl an mangelndem Budget für kostenspielige Nachtaufnahmen liegt.
Die Effekte können sich sehen lassen, wobei man bei dem dafür verantwortlichen Gino de Rossi zwar schon besseres begutachten konnte, aber die Ausweidungen, Kehlenbisse und sonstige Körperverstümmelungen gehen schon in Ordnung. Auch an die Zombiemasken kann man sich gewöhnen. Diese bestehen anscheinend aus Ton und wurden abwechslungsreich gestaltet, wobei man diese teilweise noch mit echten Maden, Regenwürmern und anderem Gekröse verziert hat. Der Ton eignet sich dann ideal zum in Zeitlupe Zerplatzenlassen, wobei hier etwas mehr Gemantsche nicht geschadet hätte.
Die Darsteller sind eher mittelprächtig, aber viel mehr als ängstlich oder verbissen gucken steht sowieso nicht auf der Zu-Tun-Liste und solche Sätze wie "Hilfe, ich habe Angst" und "Schnell weg" kriegen die Schauspieler hin. In Erinnerung bleibt aber auf jeden Fall der Akteur des Jungen, der ein kleinwüchsiger Erwachsener ist, bei uns von Oliver "Justus Jonas" Rohrbeck synchronisiert wurde, einem echt Angst mit seinem Blick macht und zu allem Überfluss noch merkwürdige Dinge tut, nämlich seine Filmmutter ganz dolle liebhaben, was sich durch eine Sehnsucht nach ihrer Brust deutlich macht und für eine grandiose Szene gegen Ende sorgt.
Insgesamt ist "Die Rückkehr der Zombies" besser als sein miserabler Ruf, denn nach einem verhaltenen Beginn steigert sich der Film zusehends und durch gute Effekte und unfreiwillige Komik kann man sich über mangelnden Unterhaltungswert nicht beklagen.