Review

In den 80ern konnte nahezu jeder Italiener mit Kamera in griffbereiter Nähe seinen Zombiefilm drehen, um zeitgenössischen Schmödder auf die Leinwand zu prokeln. Das meiste davon ist reichlich grausig uninspiriert und hier impliziert der Titel gar, dass Zombies zwischenzeitlich auch mal weg waren, zumindest setzt das eine Rückkehr voraus.
Nach kurzer Einleitung kehren sie denn auch zurück, doch außer dem Abbeißen einer Brustwarze mit darauf eintretendem Tod, bildet dieser Streifen Dutzendware ohne Nährwert.

Inhaltlich macht eine Gruppe Neureicher Urlaub auf einem Schloss, um gefressen zu werden.
Was da hängen bleibt, ist ein inzestuös veranlagter Junge, der von Oliver Rohrbeck synchronisiert wird und ein Professor, dessen Bart wie eine Pelzmütze aussieht.
Der Rest dümpelt an einem vorbei, weil außer einigen Fressszenen nur dilettantische Mimen ein völlig uninspiriertes Drehbuch nachspielen.

Es ist einer jener Filme, bei denen man bereits nach zehn Minuten weiß, dass sich das Weitergucken nicht lohnt und man wird in nahezu jedem Augenblick darin bestätigt.
Im Grunde befinden sich auf dem Schloss nur Paare, die außer Bömbeln nicht viel in der Birne haben und nachdem ein Professor die Untoten erscheinen lässt, gibt es nachfolgend nur Verbarrikadieren, stelzige Dialoge und vereinzelte Mampfmomente.
Mit null Gespür für Dramaturgie und Atmosphäre ziehen sich die nur 81 Minuten reichlich in die Länge.

Hauptfiguren lassen sich grundlegend nicht ausmachen, - die Zombies kraucheln durchs Gewölbe oder entsteigen einer Wiese und dezimieren die Typen eben.
Die Kreaturen sind indes solche in lehmiger Erscheinungsweise, die mit erdigen Verfallsschädeln und Maden und Würmern drin. Die Maske arbeitet sogar ganz passabel, - zumindest werden die Untoten als solche gekonnter präsentiert als ihre Angriffe.
Denn da kommt das niedrige Budget deutlich durch, Latex zweiter Klasse zieht sich da ebenso unrealistisch in die Länge, wie uns hellroter Glibber als menschliches Organ verkauft wird.

So latscht eine während ihrer Flucht in ein Fangeisen, eine Angestellte des Schlosses wird mit einer sichtlich stumpfen Sense enthauptet, die Zombies versuchen mit einem Stumpen das Haupttor zu brechen und mittendrin so Sätze wie: „Ich hab euch doch nichts getan!“ – Sicher, Zombies mit moralischen Grundsätzen halten da schon mal inne.
Zuletzt kann sich die dezimierte Gruppe in ein Kloster absetzen, wo es schließlich zum Showdown mit offenem Ausgang kommt, weil die Macher an der Stelle wohl einsahen, wie ziellos und eindimensional ihr Vorgehen ist.

Ergo stellt der Streifen auch keine Bereicherung für Genre-Fans dar, allenfalls für die, die keinen Beitrag auslassen.
Das Erzähltempo geht zwar in Ordnung und auch einige gorige Szenen sind enthalten, doch in der breiten Masse italienischer Zombiestreifen aus den 80ern geht dieser völlig unter.
Unterirdischer Schwachsinn ohne Konzept,
2 von 10

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