Review

Story:
Ein Freundeskreis will das Wochenende in einer Villa eines alten Professors auf dem Land verbringen. Doch dieser hat durch seine Nachforschungen die Ruhe einer nahegelegenen Begräbnisstätte gestört, sodass die Toten wieder zum Leben erwachen und auf blutige Rache aus sind…

Kritik:
„Die Rückkehr der Zombies“ ist schon eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits ist der Film Quatsch mit Soße, andererseits ist er aber auch ein klassischer Zombiefilm. Liebhaber von hochwertigen Hollywood-Produkten werden an dem Film also kaum Spaß haben, Fans von Trash- und Zombiefilmen kommen aber voll und ganz auf ihre Kosten.

Die Story des Filmes ist absoluter Mist bzw. kaum vorhanden und dient nur als Mittel zum Zweck. Es wird keinerlei Erklärung abgegeben, warum die Zombies aus ihren Gräbern steigen. Auch das Ende, indem die „Helden“ des Filmes in ein Kloster flüchten und sich die dortigen Mönche ebenfalls als Zombies entpuppen ist selten dämlich. Zu den Charakteren werden ebenfalls keinerlei Vorgeschichten bzw. Einleitungen abgegeben. Hinzu kommen noch ein paar dümmliche Dialoge (ein Kind riecht an einem alten Stofflappen und sagt: „Mama…das riecht nach Tod.“ *kopfschüttel*) Aber irgendwie machen gerade diese Kritik-Punkte den herrlichen Trash-Charme des Filmes aus.
Wirklich spannend wird der Film zwar kaum, wirklich langweilig aber ebenfalls nicht. Hier gibt es halt das typische wegrennen, verstecken und rumgekreische.
Womit der Film aber punkten kann, ist die Atmosphäre. Ein altes Haus, eine ländliche Gegend, Gräber, ein Kloster…all das gehört zu einem ordentlichen Zombie-Film.
Das Beste an diesem Film sind aber eindeutig die Zombies. Ich wage sogar mal zu behaupten, dass das hier die besten Zombies der Filmgeschichte sind. Ein schleichender Gang, zerlumpte Klamotten, entstellte Gesichter mit Maden…so müssen Zombies aussehen. Als Krönung dürfen sich hier die Untoten diverser Gartenwerkzeuge bedienen (z.B. Sense), um ihr blutiges Treiben zu vollrichten.
Natürlich bietet der Film auch einiges an Gore. Hier werden Köpfe abgehackt, Gedärme gefressen, Zombieschädel eingeschlagen usw.. Die Effekte sind für eine Low-Budget-Produktion auch recht gelungen und nur die wenigsten Szenen wirken etwas billig.
Am Anfang des Filmes gibt es sogar noch ein paar harmlose Sex-Szenen zu bewundern, welche natürlich äußerst klischeehaft ausgefallen sind (z.B. macht ein Pärchen einen Spaziergang in die freie Natur und schon eine Minute später rammeln sie im Gras).
Die Musik ist nicht der Rede wert. Es ist halt das typische 80er-Jahre-Italo-Gedudel…hin und wieder ist sie aber recht stimmig und passt zu der Atmosphäre des Filmes.
Die Schauspieler sind genauso zwiespältig wie der ganze Film…entweder man sieht ihre Leistungen als schlecht und übertrieben an (was sie zweifellos auch sind), oder man genießt das herrliche Overacting, da es dem Film so richtigen Trash-Charme verpasst. Der Höhepunkt des Filmes ist aber sowieso der kleine Junge, der von einem Erwachsenen gespielt wird (Zur Info: Die italienischen Filmindustrie hat damals anscheinend nicht geduldet, dass ein Kind in einem Film mit so viel Blut und Gewalt untergebracht wird, sodass man schnell mal einen (etwas klein geratenen) Erwachsenen als Kind eingekleidet und geschminkt hat). Das dürfte dann auch der Grund sein, weshalb er sich öfters in dem Film mal an seine Mutter ranmacht und sich am Ende sogar mal einen kleinen Happen aus ihren Brüsten genehmigt…also: Trash Pur!

Fazit:
Was soll ich sagen? Entweder man liebt oder hasst diesen Film…ich jedenfalls liebe ihn. „Rückkehr der Zombies“ ist bestes „Grindhouse“-Kino mit allem was dazugehört. Leute, die sich aber lieber hochwertige Filme mit viel Budget angucken, sollten lieber die Finger hiervon lassen. Fans von Trash- und Zombie-Filmen sollten hier aber auf jeden Fall reinschauen.

9/10

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