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Drei Pärchen treffen sich auf einem noblen Anwesen und werden dort vom Hausherren und seinen Dienern begrüsst. Kaum geschehen, werden sie mit merkwürdigen untoten Wesen konfrontiert, denn ein Professor hat in einer alten Gruft nach dem Geheimnis der lebenden Toten geforscht und diese dabei erweckt. Eines vorweg: warum die Leute sich auf dem Landsitz einfinden und wer sie eigentlich sind, wird vom Drehbuch ebenso ausgeklammert, wie genaueres zum Professor. Dafür geht die Story um die Zombies dann auch ziemlich fix zur Sache, bereits vor dem Vorspann fliesst Blut. Die nichts Ahnenden verschanzen sich, frei nach George A. Romero, im Haus, doch die Zombies dringen selbst dort ein. Während die Gestalten gewohnt behäbig durch den Garten wandeln, sind sie hier erstaunlich geschickt dargestellt, wenn es darum geht, mittels Sense, Axt usw. die Lebenden aufzumischen. Einer kann sogar an der Häuserwand hochklettern, während seine modrigen Kumpels mit einem Rammbock das Haupttor stürmen. Damit diese ulkigen Ideen auch adäquat dargestellt werden, sind den Zombies Masken wie aus einem Töpferkurs für Anfänger verpasst worden, deren Zerstören auch tatsächlich alles mögliche an Brocken und Pappmaché freigibt, jedoch selten Flüssigkeiten. Die reichen die Lebenden wiederum genügend dar, dieser Billigzombiefilm spart nicht mit Goreeffekten und Eingeweideszenen. Nicht auf hohem Standard, versteht sich, doch wer erwartet das bei einem Andrea Bianchi schon. Die miesen Darsteller verwundern auch nicht gerade, vor allem, wenn sie darum bemüht sind, vor den lahmen Zombies zu fliehen. Da hilft nur viel stolpern, um noch langsamer zu sein oder in eine Bärenfalle hineintappen (im Garten ?). So kann Blondchen Dumpfbacke endlich losschreien, was bis zum Ende nicht mehr aufhört. Das ausgerechnet ihr nicht einer den Kopf abbeißt, ist auch schon die einzige Fiesheit des Drehbuchs. In Ansätzen gibt es allerdings durchaus atmosphärische Szenen, besonders im letzten Drittel ist nicht mehr alles trashig bis zum Abwinken. Dazu trägt auch der sphärische Score bei, nichts besonderes, aber in Ordnung. Natürlich dürfen ein paar Soferotikeinlagen nicht fehlen, da denkt sich Bianchi doch clever: wenn schon, denn schon. Doch auch die arten zu bizarrem Ulk aus, wenn die Mutter mit dem Sohn rummacht, bis der ihr die Brust abbeißt. Filmisch fällt lediglich auf, dass dieser ganze Schundstreifen weder einen richtigen Anfang noch ein Ende besitzt, man wundert sich eher über den plötzlichen Abspann. So kann der geneigte Zuschauer spielend das Machwerk aus der dritten Reihe als Partyfilm geniessen, wenn ohnehin keiner mehr zuhört. Denn immerhin kann man "Rückkehr Der Zombies" bescheinigen, dass es keine störende Rahmenhandlung oder gar ausgedehnte Dialoge gibt, statt dessen stümperhaftes Zombiegemurkse mit haufenweisen Lachern über die ganze Laufzeit.

Fazit: Trashiger Italo-Splatter ohne Sinn und ohne Verstand, jedoch mit genug Gore und unfreiwilliger Komik. 6/10 Punkten

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