Nachdem die Matrix in den Äonen des Raumes verschwunden zu sein scheint und der Hype endgültig abgeklungen ist, muss sich auch ein Superstar nach neuen Rollen umsehen. Anders ergeht es da nicht Keanu Reeves, der mit „Constantine“ gerade in den Kinos zu sehen ist. Er übernimmt die Rolle des ausgebrannten Exorzisten John Constantine, der schon von Geburt an Dämonen und andere Alptraumgestalten aus der Hölle sehen kann. Ausgestattet mit diesen Fähigkeiten, macht er sich auf die Jagd nach ihnen.
Angeblich haben Gott und der Teufel eine Wette um die Seelen aller Menschen abgeschlossen und dafür einen Waffenstillstand einberufen. Doch einige Wesen aus der Parallelwelt wollen sich nicht daran halten. Indem er diese in die Hölle zurückschickt, will er sich einen Platz im Himmel sichern, den er durch einen früheren Selbstmord fast schon sicher verbaut hatte.
So wird die Polizistin Angela Dodson (Rachel Weisz), ehemals auch sehend, auserkoren, als Wirt dem Teufelssohn Mennon den Eintritt in die Menschenwelt zu ebnen, auf dass er die Erde in Schutt und Asche lege. Das ist mit Constantine natürlich nicht zu machen und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Mit diesem Film hat sich Keanu Reeves nicht unbedingt ein Werk ausgesucht, um die Matrix zu toppen, aber das muss er auch gar nicht. Die Rolle des John Constantine als kettenrauchendem Zyniker passt jedenfalls gut zu ihm. Die anderen Darsteller fallen zumindest nicht negativ ins Gewicht. Die Story ist sehr verworren und zu keine Zeit fühlt man, dass man vollständig kapiert hat, was eigentlich gerade los ist. Das ist auch der Hauptkritikpunkt des Films. Er lässt den Zuschauer öfter im Regen stehen, als es ihm lieb sein dürfte. Dazu noch die Plottwists, die nicht gerade den Innovationspreis gewinnen werden.
Außerdem kupfert „Constantine“ hemmungslos bei Filmen wie „Der Exorzist“, „Blade“ oder „Rosemarie`s Baby“ ab, ohne wirklich Neues zu integrieren.
4 von 10 Punkten
Dialoghighlight: „Hier ist Constantine. John Constantine, Arschloch!”