Was habe ich mich über diesen Film gefreut als ich ihn endlich in meiner Hand hielt und als der Abspann liefe war ich grenzenlos enttäuscht. Denn so cool, entschloßen und ernsthaft kam mir das Poster von Keanu Reaves vor. Aber das was ich gesehen habe kann in keinster Weise mit dem wunderschönem Poster mithalten.
Aber was rede ich hier über das Poster, es geht doch ganz allein um einen am Boden zerstörten John Constantine, der die Gabe hat sich umzubringen, wieder auferstehen und gegen die Mächte des Satans vorzugehen, um das vermeindlich lächerliche Gleichgewicht der Erde zwischen Himmel und Hölle wiederherzustellen.............oder so ähnlich......na ja was solls
Ernst nehmen darf man diesen Film nicht, es ist pure Unterhaltung, den Francis Lawrence zeigt zu viel und erzählt zu wenig. Seine Charaktere bleiben austauschbar, nicht übezeugend genug, das ganze Drehbuch plättschert nach einem furiosem Einstieg ohne jegliche Höhepunkte vor sich hin. Es werden interessante Charaktere eingeführt, nicht richtig vorgestellt und wieder vergessen. Wichtig ist, so viel wie möglich dunkle und stylische Räume zu zeigen ohne einen sinnvollen Zusammenhang zur Geschichte herzustellen.
Das ein oder andere Mal habe ich sogar geschmunzellt
Beispiel: (Es regnet) JC: " Gutes Wetter........ich hatte schon immer einen seltsamen Humor."
Wo diese Szene anfangs noch einigermaßen komisch erscheint, fügt Lawrence unnötigen Humor zum Ende des Films hinzu, der die letzte Eleganz des Films zerstört.
Trotzdem ist dieser Film, unbeachtet der angesprochenen Schwächen, recht unterhaltsam und düster geworden.
Wegen der teils anspruchsvollen Ästhetik und einpaar gruseligen Momenten sicherlich einen Blick wert, aber meilenweit vom anspruchsvollem Unterhaltungskino entfernt. 6 von 10 Punkten